Marc Galal, einer der besten Verkaufstrainer in Europa

Wenn Mama sagt: Ich meine es doch nur gut…

Als ich das erste Mal Vater wurde, da war ich voller Freude. Ich war außer mir vor Glück, war voller Zuversicht und in einem ganz sicher: ich werde ganz Vieles ganz anders machen als meine Eltern. Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich liebe meine Eltern und sie haben rückblickend einen tollen Job gemacht. Doch gerade meine Mutter hat mir gerne auch kurze und knappe Handlungsanweisungen zugebellt und dann stets hinterher geschoben: „Junge, ich meine es doch nur gut. Du wirst mir noch einmal dankbar sein.“ Gerade Letzteres hört man als Kind und Jugendlicher unheimlich gern.


Sie fragen sich, was sie mir alles so zugebellt hat? Eine Reihe der schönsten Klassiker, die so oder ähnlich lauten. Bestimmt können Sie die Liste noch erweitern, oder?

  • Stell dich gerade hin.
  • Sitz aufrecht.
  • Sprich deutlich.
  • Lass dich nicht so hängen.
  • Schlurf nicht.
  • Mach keinen Buckel.

Meine Reaktion auf die Ratschläge meiner Mutter war übrigens gerne ein Augenrollen. Und doch, rückblickend sollte ich mich für jeden dieser Sätze bedanken. Schließlich machen sich andere Menschen ein Bild von uns und wie dieses ausfällt wird auch dadurch mitbestimmt wie wir gehen, stehen, sitzen, reden und uns geben. Deswegen gilt immer: Bauch rein, Brust raus, Schultern gerade und vor allem LÄCHELN.

Wer so durch die Welt geht, der wird als positiver, erfolgreicher Mensch wahrgenommen. Wer dagegen mit hängenden Schultern durch die Welt schlurft, der wirkt, als würde er eine schwere Last tragen. Unnötig zu sagen, dass wir mit erfolgreichen Menschen lieber Geschäfte machen als mit deprimierten, offenbar erfolglosen Menschen, nicht wahr?

Übrigens hat eine solche Erfolgshaltung auch noch eine andere positive Nebenwirkung. Geht es Ihnen nämlich mal nicht so gut, dann können Sie sich selbst durch eine solche positive Körperhaltung austricksen. Je aufrechter Sie gehen und je selbstsicherer Sie zu sich selbst sagen: „Ja, mir geht es gut und jetzt verkaufe ich eine Küche / ein Auto“, desto federnder wird Ihr Schritt, die Schultern straffen sich und aus einem vermeintlichen Verlierer wird innerhalb weniger Augenblicke ein erfolgreicher Verkäufer.

Verkaufen ist nämlich nicht nur Kopf-, sondern auch Körpersache. Versuchen Sie es einmal: Lächeln Sie und die Welt lächelt zurück. In der kommenden Woche geht es hier übrigens um junge Hüpfer und alte Hasen und um etwas, das beide machen sollten…

Zustandsmanagement Glaubenssätze im Verkauf

Kommentare (1)

  • Ilona Mild
    am 07.03.2019
    Danke für diesen Beitrag. Dieses Thema kenne ich sehr gut, allerdings habe ich mittlerweile gelernt, wie ich damit umgehen kann. Ich handhabe es so (wenn keiner deiner 3 Tipps funktioniert), dass ich dem Kunde sage, ich bin der Meinung, dass dieses Produkt wirklich nichts für ihn ist. In 2 von 3 Fällen, kauft der Kunde - gleich oder etwas später :-) ….und um den dritten Kunde ist es nicht schade, da dieser auch später (erfahrungsgemäß) immer Schwierigkeiten macht

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