Unter vier Augen mit Sokrates…

Neulich träumte ich, dass ich mit Steve Jobs (5 Tipps, um anders zu sein) in einem wunderbar gemütlichen Wohnzimmer sitze und Tee trinke. Wir plauderten über dies und das, tauschten uns über Ideen, Marketing, Mitarbeiterführung und Kinder aus. Es war ein Gespräch unter vier Augen, vertraulich, freundschaftlich und sehr inspirierend. Als ich aufwachte bedauerte ich sofort, dass ich dieses Gespräch im echten Lieben nie geführt hatte. Doch dann dachte ich: war das Gespräch weniger echt, weil ich es nur geträumt habe? Fühle ich mich nicht inspiriert und bereichert? Warum also Bedauern? Und dann dachte ich darüber nach, mit wem ich noch alles gerne ein Gespräch unter vier Augen führen würde. Wer mich über die Maßen inspiriert und seit Jahren begleitet. Es dauerte nur Sekunden, da wusste ich es.

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© Dariusz Kopestynski/ Fotolia


Vielleicht würden wir zusammen auf der Gartenschaukel sitzen, uns von Zeit zu Zeit mit dem Fuß ein bisschen Schwung holen, ein wenig Schinken und Melone essen, Gedanken austauschen, schweigen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich mit Sokrates plaudere. Vielmehr glaube ich, dass ich ihm lauschen würde, seinen Gedanken und Theorien. Wie gerne würde ich von ihm persönlich etwas über die vier Formen des Denkens hören. Sie haben mich schon als junger Mensch fasziniert und sind heute aktueller denn je.


Die vier Formen des Denkens: Das Mutmaßen, das Glauben, das Denken und die Einsicht

Die Vertreter der ersten beiden Denkformen sind geprägt von dem Verlangen nach Geld und Eigentum, also Reichtum, und nach Dingen wie Haus- und Grundbesitz. Sie begleitet ständig das Gefühl der Armut und des Mangels. Die Vertreter der beiden anderen Denkformen dagegen streben nach Erkenntnis und Meisterschaft. Sie sind der Überzeugung, dass für alle genug da ist und leben danach. Ein bisschen ist es so wie mit dem halb vollen und dem halb leeren Glas. Die Fakten sind die gleichen, doch das Gefühl ist ein vollkommen anderes (das gilt übrigens auch für Ihre Wahrnehmungsposition). Wer etwas erreichen will, der kann das nicht mit einem Gefühl der Armut und des Mangels. Um Großes zu schaffen, braucht man ein Bewusstsein des Reichtums und des Erfolgs. Hier schließt sich der Kreis und wir sind bei der Grundregel: Denke groß, denke reich. Nur dann, so sagte Sokrates bereits vor mehr als zweitausend Jahren, werde …“der beste Teil der Seele (…) hinangeführt zu dem Anblick der Besten unter dem Seienden“.

Ist das nicht schön und wahr? Ich habe mir fest vorgenommen, dass ich heute nacht im Traum mal zur Gartenschaukel hinüberschlendere. Wer weiß, vielleicht sitzt der große Philosoph dort schon und wartet? Vielleicht bringt er auch noch einen Überraschungsgast mit. Wer weiß… Ich halte Sie auf dem Laufenden…

In der nächsten Woche geht es hier über den Respekt in Verhandlungen.

Vorbilder Ziele

Kommentare (1)

  • Ilona Mild
    am 07.03.2019
    Danke für diesen Beitrag. Dieses Thema kenne ich sehr gut, allerdings habe ich mittlerweile gelernt, wie ich damit umgehen kann. Ich handhabe es so (wenn keiner deiner 3 Tipps funktioniert), dass ich dem Kunde sage, ich bin der Meinung, dass dieses Produkt wirklich nichts für ihn ist. In 2 von 3 Fällen, kauft der Kunde - gleich oder etwas später :-) ….und um den dritten Kunde ist es nicht schade, da dieser auch später (erfahrungsgemäß) immer Schwierigkeiten macht

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