Stress als neues Statussymbol

Mein Haus, mein Boot, mein Auto. Wer früher mit seinem Erfolg angeben wollte, der kaufte sich eines von diesen Statussymbolen oder gleich alle drei. Er wirkte dann zwar auch wie ein Angeber, doch eben wie ein erfolgreicher. Heutzutage sieht die Situation ganz anders aus. Es ist nicht mehr so leicht, zu erkennen, wer erfolgreich ist und wer nicht. Nicht jeder Ferrari-Fahrer ist erfolgreich. Und nicht jeder, der in Kord-Hosen und mit dem Fahrrad ins Büro fährt, ist nicht erfolgreich. Wie also findet man heraus, wer es geschafft hat und wer nur so tut als ob…

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Stress, Stress, Stress

Neulich habe ich mit dem Manager eines Großkonzerns über einen anderen Manager gesprochen, den wir beide von früher kennen. Wie es ihm so geht und was er so macht. Mein Gesprächspartner sagte: „Der steht morgens schon mit dem Telefon am Ohr auf und wenn er abends spät ins Bett, dann muss er schon sehr genau überlegen wo er ist. Der ist nur unterwegs und hat permanent Stress.“ Ich hörte die Bewunderung in seiner Stimme und fragte nach: „Geht es ihm denn gut?“. Mein Gesprächspartner sagte: „Bestimmt. Er hat es auf jeden Fall geschafft.“ Eigentlich wollte ich noch einmal nachfragen, was denn genau mit „er hat es geschafft“ gemeint ist, doch ich habe es nicht getan. Ich bin mir fast sicher, dass wir nicht das gleiche unter Erfolg verstehen.


Ist Stress die neue Summe aus Haus, Boot und Auto?

Kann es sein, dass wir ein neues Statussymbol für den Erfolg geschaffen haben? Den Stress? Je mehr Stress man hat, desto wichtiger und erfolgreicher wird man? Es scheint fast so, denn viele Menschen sprechen gerne darüber, dass sie vor lauter Stress und Unabkömmlichkeit gar nicht mehr aus den Augen schauen können. Sie reden davon, dass sie in der Woche locker um die 100 Stunden arbeiten, dass sie bereits morgens um fünf Uhr im Büro sind und erst gehen, wenn die Tagesschau lange vorbei ist. Ist das der Plan für Erfolg?


Auf der Suche nach Plan B

Für mich ist ein Maximum an Stress kein Indikator für maximalen Erfolg. Für mich sieht die Gleichung zu großem Erfolg vielmehr so aus: Wer das Richtige tut und das richtige Team hat, der wird zwangsläufig erfolgreich. Natürlich gehört harte Arbeit dazu, doch genauso geht es darum, Vertrauen zum eigenen Team zu haben, Aufgaben zu delegieren und so Kapazitäten für andere wichtige Dinge frei zu haben. Wem das gelingt, der wird erfolgreich. Und während die anderen über Stress reden und darüber, keine Zeit zu haben, geht der erfolgreiche Mensch mit seiner Familie ein Eis essen. Was meinen Sie, welche Variante klingt verlockender?

In der nächsten Woche geht es hier übrigens um das Thema Burn-Out als Tapferkeitsmedaille. Ein wichtiges Thema, seien Sie gespannt!

Ziele Erfolgsregeln

Kommentare (1)

  • Ilona Mild
    am 07.03.2019
    Danke für diesen Beitrag. Dieses Thema kenne ich sehr gut, allerdings habe ich mittlerweile gelernt, wie ich damit umgehen kann. Ich handhabe es so (wenn keiner deiner 3 Tipps funktioniert), dass ich dem Kunde sage, ich bin der Meinung, dass dieses Produkt wirklich nichts für ihn ist. In 2 von 3 Fällen, kauft der Kunde - gleich oder etwas später :-) ….und um den dritten Kunde ist es nicht schade, da dieser auch später (erfahrungsgemäß) immer Schwierigkeiten macht

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