NLP: VAKOG und der Alltag

Wie stark Anker auf uns im Alltag wirken, wird einem erst dann bewusst, wenn man andauernd darauf achtet. Ich zeige dir durch NLP, wie du die verschiedenen Anker erkennen und diese analysieren kannst.

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VAKOG

Mit VAKOG sind die verschiedenen Sinneseindrücke gemeint, mit denen wir uns im NLP beschäftigen und mit denen wir die Welt um uns herum beschreiben: 

  • V für Visuell (sehen)
  • A für Auditiv (hören)
  • K für Kinästhetisch (fühlen)
  • O für Olfaktorisch (riechen)
  • G für Gustatorisch (schmecken)

Hierbei sind Menschen meistens in einem der ersten drei Sinne (visuell, auditiv oder kinästhetisch) besonders stärker ausgebildet. Es gibt einfach Menschen, die auf Geräusche stärker reagieren, andere sind visuellerer Natur und die dritte Gruppe ist stärker auf das Fühlen fokussiert. 


Wahrnehmungen 

Wir alle nehmen äußere Dinge wahr, aber auch die innere Wahrnehmung spielt eine entscheidende Rolle (Lerne deine Wahrnehmungsposition zu ändern). 
Die äußeren Wahrnehmungen werden also von den inneren unterschieden. Hierbei wird erneut eine Unterscheidung getroffen: Es wird differenziert, ob es sich bei der Wahrnehmung letztlich um eine unmittelbare Wahrnehmung, eine Erinnerung oder um ein Konstrukt handelt. 
Jede dieser verschiedenen Bestandteile werden Submodalitäten genannt. Ich gehe hier nur kurz auf die Submodalitäten ein und widme mich in einem separaten Posting den Details. 
Sie sind letztlich die Unterarten oder Untereinheiten der 5 Sinne, mit denen wir uns im NLP beschäftigen. Dabei definieren wir die Submodalitäten nach analogen oder digitalen Modalitäten. 
Digitale Submodalitäten meinen hierbei, dass es nur einen Zustand geben kann und nicht viele Zustände gleichzeitig. 
Analoge hingegen können nicht so scharf umrissen werden, sondern es handelt sich dabei um einen Übergang als Zustand. Also, wie stark der Kontrast ist oder wie hoch die Helligkeit ist. 


Die Anker in unserem Alltag

Nun, da wir uns die Reize klar gemacht haben, geht es darum, dass du einige Anker mit NLP im Alltag identifizieren und auch analysieren kannst. 
Gehen dabei wie folgt vor: 

1)    Achte auf dein Umfeld. Welche Reize gehen von Gebäuden, Routinen, Menschen in deiner Umgebung aus? Sollte sich in dir etwas rühren, dann überlege, welche emotionale Reaktionen damit verbunden sind und wieso dies der Fall ist.
2)    Über welchen Sinneskanal kommt es zu dem Reiz? Betrachte noch einmal die VAKOG - Begriffe und ordne sie dem Reizen zu. 
3)    Wie ist deine entsprechende Reaktion darauf?
4)    Erinnere dich zurück, seit wann und durch was der Reiz ausgelöst wurde. 


Ein Beispiel:

1.    Reiz: Die Stimme aus dem Radio
2.    Modalität: Auditiv
3.    Reaktion/Antwort: Ich beginne zu lächeln.
4.    Verbindung: Ich habe bei dem Lied mit meiner Freundin das erste Mal getanzt. 


Die Anker in unserem Alltag

Werbung:

Analysiere nur einmal zum Spaß die Werbung aus deiner Kindheit und die aktuelle Werbung. Welche Dinge kommen dir in den Sinn, wenn du daran zurückdenkst? Oder was löst die heutige Werbung in dir aus – was soll dich ankern? Die Werbeindustrie bedient sich aller Möglichkeiten, sie schafft Anker, um dich so zum Kauf bewegen.


Menschen:

Welche Menschen lösen in dir positive Gefühle aus und welche negative? Erinnere dich zurück, wann die ersten Reizpunkte gesetzt wurden und wie es über die letzten Jahre verlaufen ist. Warst du immer urplötzlich sauer, wenn du eine bestimmte Person gesehen hast? Oder hast du dich besonders bei anderen bestimmten Personen gefreut?


Sport:

Wenn du einmal viele verschiedene Anker auf einmal sehen willst, dann schaue dir einmal Tennis oder Fußball an. Rafael Nadal zum Beispiel macht sich all seine Anker vor jedem Aufschlag zu Nutze und berührt verschiedene Stellen an seinem Körper, um so perfekt auf den nächsten Ballwechsel vorbereitet zu sein. Auch Fußballer, sobald sie das Feld betreten, nutzen diese Art des Ankers, um sich mental auf das Spiel einzustellen. 


Radio:

Jeden Tag, wenn du das Radio anmachst, dann erhältst du unendlich viele Anker, die durch das Hören deinen Zustand beeinflussen. Erinnert dich die Stimme des Radiomoderators an etwas Besonderes oder bekommst gute Laune, weil du das Musikstück im Radio hörst? Achte einmal darauf, welche Musik dir guttut und welche nicht.


Hierbei handelt sich natürlich um Anregungen, die dir eine kleine Orientierung in deinem Alltag geben sollen. Hier kannst du weitere Anregungen entdecken und verstehen, was NLP überhaupt bedeutet).
Natürlich hast du weit mehr Anker, denen du jeden Tag aufs Neue begegnest. 
Gehe also mit offenen Sinnen durch den Tag und ich wünsche dir viel Vergnügen, all die Anker zu entdecken!

Glaubenssätze NLP Formate

Kommentare (1)

  • Ilona Mild
    am 07.03.2019
    Danke für diesen Beitrag. Dieses Thema kenne ich sehr gut, allerdings habe ich mittlerweile gelernt, wie ich damit umgehen kann. Ich handhabe es so (wenn keiner deiner 3 Tipps funktioniert), dass ich dem Kunde sage, ich bin der Meinung, dass dieses Produkt wirklich nichts für ihn ist. In 2 von 3 Fällen, kauft der Kunde - gleich oder etwas später :-) ….und um den dritten Kunde ist es nicht schade, da dieser auch später (erfahrungsgemäß) immer Schwierigkeiten macht

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