Marc Galal, einer der besten Verkaufstrainer in Europa

Mitarbeiter führen im Wandel der Zeit – War früher wirklich alles besser?

Vor zwanzig Jahren sah es in der Abteilung eines großen Unternehmens vollkommen anders aus als heute. Der Chef hatte sein Büro, davor gab es das Büro der Sekretärin, die über seine Termine wachte und seine Korrespondenz erledigte. Hatte der Chef einen Computer? Natürlich nicht, er hatte noch nicht einmal eine Schreibmaschine.

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Das Jammern nach mehr Zeit

Man kann es sich kaum vorstellen, dass der Chef keine Schreibmaschine hatte, doch die Sekretärin tippte die von ihm eingesprochenen Texte oder handschriftlichen Notizen ab. Es herrschte die eingängige Meinung, dass die Zeit des Chefs zu kostbar wäre, um sie mit dem profanen Tippen zu verbringen. Wie sieht es heute aus? Natürlich hat jeder Chef einen Computer und ein Smartphone und verbringt Stunden an den Geräten. Könnte und sollte er diese Zeit nicht viel eher nutzen, um Strategien für den Erfolg zu entwickeln, Feedback, Wertschätzung und wichtige Impulse zu liefern? Sollte er, statt Mails zu beantworten, nicht viel eher die Gewinne maximieren und das Unternehmen voranbringen?

 

Eins, zwei, drei und raus

Auf der Jagd nach der verlorenen Zeit neigen Geschäftsführer und Chefs häufig dazu, Mitarbeiter im Eiltempo nach dem Status der laufenden Projekte zu fragen und die Mitarbeiter dann schnellstmöglich wieder aus dem Büro zu scheuchen. Auch wenn dieses Verhalten nachvollziehbar ist, so schadet es doch dem Klima im Büro. Denn wenn Chefs mittels Ja/Nein-Fragen den Status abfragen, dann geht das zu Lasten der Aufmerksamkeit und Wertschätzung, letztlich kann diese "effiziente Form" der Abfrage aber genau das Gegenteil bewirken: Ineffizienz. Wer sich und seine Leistung jedoch nicht genug wertgeschätzt sieht, der wird nicht mit der ganzen Kraft auch schwierige Projekte vorantreiben. Nicht vergessen: Wir Menschen sind soziale Wesen, wir wollen wahrgenommen, wertgeschätzt und für unsere guten Leistungen gelobt werden, deswegen sollten Sie auch grundlegend immer negative Menschen meiden!


Kleines Zeitfenster, große Wirkung

„Guten Morgen, wie geht es Ihnen?“ Allein durch eine solche Frage vom Chef und ehrliches Interesse verbessert sich das Gefühl des Mitarbeiters schlagartig. Es gibt immer ein kleines Zeitfenster. Man trifft sich am Kopierer, fährt im selben Fahrstuhl, verlässt das Meeting zur gleichen Zeit oder trifft sich in der Kantine. Gute Führungskräfte nutzen solche kurzen Momente, um in Kontakt zu bleiben mit den Mitarbeitern. Das hat Symbolwirkung: Der Chef ist da, er zeigt Präsenz und er interessiert sich für mich. Ist das der Fall, dann gibt jeder Mitarbeiter Vollgas.

In der kommenden Woche geht es hier übrigens um das Thema falscher Fokus. Spannend, das garantiere ich Ihnen.

Motivation Erfolgsregeln

Kommentare (1)

  • Ilona Mild
    am 07.03.2019
    Danke für diesen Beitrag. Dieses Thema kenne ich sehr gut, allerdings habe ich mittlerweile gelernt, wie ich damit umgehen kann. Ich handhabe es so (wenn keiner deiner 3 Tipps funktioniert), dass ich dem Kunde sage, ich bin der Meinung, dass dieses Produkt wirklich nichts für ihn ist. In 2 von 3 Fällen, kauft der Kunde - gleich oder etwas später :-) ….und um den dritten Kunde ist es nicht schade, da dieser auch später (erfahrungsgemäß) immer Schwierigkeiten macht

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