Die Macht der Sprachmelodie – Spiegel lügen nicht

Bestimmt haben Sie schon oft gehört, dass Fachwissen allein nicht zum Abschluss führt. Ganz im Gegenteil, jemand kann unendlich viel wissen, aber wenn er sein Know-how nicht gut vermittelt, dann wird er nichts verkaufen.


Würde man ein Gespräch zwischen zwei Menschen analysieren und die verschiedenen Komponenten in Prozent gliedern, dann würde man erkennen, dass der Inhalt einer Präsentation uns nur zu 7 Prozent beeinflusst, während die Melodie der Sprache uns zu 38 Prozent beeinflusst und Mimik und Gestik mit 55 Prozent den größten Beeinflussungsfaktor bilden.

Mimik und Gestik passen wir meist intuitiv auf den Inhalt an; nur selten kommt es vor, dass sie nicht perfekt auf den Inhalt abgestimmt sind. Eine interessante Studie führte dazu der amerikanische Psychologe Albert Mehrabian und Professor der University of California in Los Angeles. Mehr dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Mehrabian

Was aber ist mit der perfekten Sprachmelodie? Achten Sie stets darauf, den richtigen Ton anzuschlagen oder verschenken Sie bares Geld, indem Sie sich nur auf den Inhalt konzentrieren? Verwenden Sie zudem keine negative Sprache!

Stellen Sie sich gelegentlich vor den Spiegel und spielen Sie ein Verkaufsgespräch durch. Überprüfen Sie, während Sie die wichtigsten Sätze laut sprechen, ob Sie souverän klingen, energetisch, locker und charmant. Achten Sie auf Unsicherheiten in der Stimme, arbeiten Sie gezielt mit Pausen und Sprechtempo und steigern Sie nach und nach Ihrem Selbstbewusstsein im Verkaufsgespräch.

Pausen gliedern ein Gespräch, wirken kompetent und vertrauensfördernd. Aufzählungen wirken als Turbo und holen Ihr Gegenüber schnell wieder aus einem Gesprächstief heraus. Machen Sie zudem Aussagen und lassen Sie diese auf Ihren Gesprächspartner wirken. Eine echte Aussage wirkt, während ein Satz, der zwar inhaltlich eine Aussage ist, aber dessen Verlauf eher einer Frage gleicht (zum Satzende hin aufsteigende Melodie) Sie unsicher wirken lässt.

Der Spiegel lügt nicht und zeigt Ihnen Ihre Schwächen schonungslos. Wenn Sie der Kunde wären, würden Sie dann bei sich kaufen? Überzeugen Sie sich selbst, dann überzeugen Sie auch andere.

 

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Verkaufslinguistik Glaubenssätze im Verkauf

Kommentare (1)

  • Ilona Mild
    am 07.03.2019
    Danke für diesen Beitrag. Dieses Thema kenne ich sehr gut, allerdings habe ich mittlerweile gelernt, wie ich damit umgehen kann. Ich handhabe es so (wenn keiner deiner 3 Tipps funktioniert), dass ich dem Kunde sage, ich bin der Meinung, dass dieses Produkt wirklich nichts für ihn ist. In 2 von 3 Fällen, kauft der Kunde - gleich oder etwas später :-) ….und um den dritten Kunde ist es nicht schade, da dieser auch später (erfahrungsgemäß) immer Schwierigkeiten macht

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