2014 May 09

Selbstboykott

Einer meiner Lieblingssprüche stammt aus dem Talmud und lautet: „Wir sehen die Welt nicht, wie sie ist, sondern wie wir sind.“ Gemeint ist damit, dass wir immer das wahrnehmen, woran wir glauben und worauf wir uns jeweils fokussieren.

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2014 May 09
2018-09-28T14:33:51+0200 Marc Galal GmbHMarc Galal

Nehmen wir einmal an, Ihr Tag hat schlecht begonnen. Sie haben verschlafen, konnten nicht den gewohnten Morgenkaffee trinken und dann mussten Sie auch noch den Bus nehmen, weil der Benzintank leer war. Sie sind davon überzeugt: „Das wird heute ein mieser Tag“. Prompt fällt bei der wichtigen Präsentation zwischendurch auch noch der Beamer aus. „Ich hab’s gewusst“ dachten Sie womöglich in dem Moment frustriert. Wären Sie anders fokussiert gewesen, hätten Sie sich darüber freuen können, dass Sie trotz Busfahrt pünktlich im Büro ankamen und dass Ihr Vortrag trotz der kleinen Panne sehr gut angekommen ist. Dieses Phänomen liegt an Ihrer persönlichen Wahrnehmungsposition.

Mit dem Gedanken „Das wird ein mieser Tag“ haben Sie einen Glaubenssatz gebildet – wenn auch nur gültig für diesen einen Tag. Nun gibt es Glaubenssätze, die wir bereits ein ganzes Leben mit uns herumtragen. Wir haben sie irgendwann einmal zu den verschiedensten Themen entwickelt und sind uns dessen meist nicht bewusst. Und schon gar nicht können wir uns vorstellen, dass genau dieser „Lebensfokus“ uns daran hindert, erfolgreich zu sein und unsere Ziele zu erreichen.

Denn Glaubenssätze können eine enorme Macht und Kraft entwickeln. Es sind tiefsitzende Programme, die uns entweder anspornen und beflügeln, aber auch blockieren und einschränken. Die einschränkenden Glaubenssätze sind es, mit denen wir uns quasi selbst boykottieren.

So auch beim Verkaufen. Erfolglose Verkäufer können z.B. blockierende Glaubenssätze haben wie „Die Kunden kaufen doch sowieso immer nur das günstigste Produkt“ oder „Akquisition ist ein Fass ohne Boden“. Können Sie sich vorstellen, dass jemand mit diesen Gedanken erfolgreich und überzeugend verkauft? Nein – das kann nicht funktionieren.

Die Lösung lautet, einschränkende Glaubenssätze umzuformulieren. Bei unseren Beispielen könnte das z.B. so aussehen: „Die Kunden wissen ein qualitativ hochwertiges Produkt zu schätzen“ und „Akquise ist ein wichtiger Erfolgsfaktor, der auch Spaß machen kann.“

Vielleicht beginnen Sie bereits, an einigen Ihrer alten einschränkenden Glaubenssätze zu zweifeln. Nutzen Sie diese Zweifel und nehmen Sie einmal eine andere Sichtweise ein – wie könnte man das Thema sonst noch betrachten? Achten Sie verstärkt auf bestimmte Glaubensmuster und hinterfragen Sie diese. Dann überlegen Sie sich, wie Sie diese in förderliche Glaubenssätze umformulieren können. So arbeiten Sie sich Stück für Stück näher an Ihre Ziele heran und lösen Ihren Selbstboykott mehr und mehr auf. Das kann länger dauern oder auch ganz schnell gehen – je nachdem, welchen Glaubenssatz Sie dazu haben.

Viele nützliche Glaubenssätze und Erfolg wünscht Ihnen Ihr Marc Galal

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