2018 October 05

NLP: Submodalitäten

In der NLP wird oft von den Submodalitäten gesprochen. Doch was genau ist das und wie kannst du es nutzen? Wäre es nicht sensationell, wenn du jede Erinnerung in eine positive Erfahrung umwandeln kannst?

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2018 October 05
2018-10-08T17:25:06+0200 Marc Galal GmbHMarc Galal

NLP: Was sind Submodalitäten?

Submodalitäten bilden das Fundament im NLP (Was ist NLP). Denn, alles was du wahrnimmst, nimmst du über die Sinneskanäle wahr und diese Erlebnisse prägen dich natürlich. Wenn du beispielsweise als Kind etwas gegessen hast, das dir nicht geschmeckt hat, dann erinnerst du dich heute noch daran, verziehst das Gesicht und versuchst die Erinnerung schnellstmöglich wieder abzuschütteln. Positive Erinnerungen hingegen lösen eine wahre Euphorie in dir aus, die Augen beginnen zu glänzen und du begibst dich in einen positiven Zustand.

Die Sinneskanäle spielen, wie bereits geschrieben, eine wichtige Rolle im NLP und wir  kürzen sie mit VAKOG ab, also: visuell, auditiv, kinästhetisch, olfaktorisch und gustatorisch. 
Submodalitäten sind wiederum noch einmal etwas kleiner als die uns bekannten Sinneskanäle und erzeugen jedoch genau das, was du brauchst, um echte Veränderungen herbeizuführen.
Stelle dir also die VAKOG als ein System vor, unter der die Submodalitäten liegen darunter und differenzieren die Sinneseindrücke noch einmal genauer. 
Damit kannst du nicht nur Erinnerungen verändern, sondern sogar dich auf zukünftige Erfahrungen besser einlassen und sie zu positiven Eindrücken umfunktionieren.


NLP: Echte Veränderungen durch Submodalitäten

Wie genau sehen solche Veränderungen aus und wie zeigt sich das bei den Submodalitäten?
Dazu muss man sich zuerst der Submodalitäten klar machen:
Wenn du negative Erinnerungen hast, so ist die Struktur eine ganz andere, als wenn du tolle und motivierende Erinnerungen hast (Erfahre hier alles rund um deine Erinnerungen: Generalisierung, Verzerrung und Tilgung). Es kommt bei Erinnerungen nicht unbedingt auf den Inhalt an, denn dieser ist verschieden interpretierbar, sondern auf dich und deine ganz individuellen Empfindungen. 
Noch einmal: Nicht der Inhalt der Erinnerung zählt, sondern die Struktur der Erinnerung! 
Deswegen ist es auch wichtig, zum Beispiel, wenn du deine Ängste und Phobien auflöst, dass der Inhalt noch bleibt, die Submodalitäten geändert werden. 
Letztlich drehst du nur an kleinen Schrauben, die aber das prägende Erlebnis verändern und dich so dazu bringen, dass du positiver damit umgehen kannst.

Genau dadurch erzielst du die neuen und echten Veränderungen in deiner Erinnerung und auch in deiner Denkweise. Der Inhalt bleibt bestehen, aber die Bedeutung wird eine andere, denn du verstärkst sie oder du schwächst sie ab.
Bei den Submodalitäten unterschieden wir immer zwischen analog und digital.
Analoge Submodalitäten können wir immer mal leichter, mal stärker ändern, sie sind also graduell veränderbar. Die Helligkeit können wir bei der Erinnerung mal stärker, mal schwächer einstellen und so genau das richtige Licht dafür finden (siehe dazu die visuelle Übung weiter unten).

Digitale Submodalitäten hingegen haben keine graduelle Veränderung, sondern sind entweder so, wie sie sind, oder sie sind es nicht. Entweder etwas ist farbig oder etwas ist schwarz /weiß. Sie schließen sich also dementsprechend immer gegenseitig aus.

Betrachten wir, nur damit du es plastisch vor Augen hast, einmal die visuellen Submodalitäten und im Anschluss die auditiven Submodalitäten.
Der Grund hierfür ist ein einfacher: Die meisten Menschen nutzen einen von beiden Kanälen am häufigsten.
Erinnere dich bitte an eine visuelle Situation und analysiere sie nach folgenden Punkten:


NLP: Visuelle Submodalitäten – Checkliste


Analoge Submodalitäten:

– Helligkeit: Ist die Helligkeit eher hell oder dunkel?
– Licht: Ist es ein kaltes oder ein warmes Licht?
– Schärfe: Ist alles klar zu sehen oder verschwommen?
– Entfernung: Sind die Bilder deiner Erinnerung nahe oder doch fern (oder du entfernt)?
– Ansicht: Was steht im Vordergrund, was im Hintergrund und wo trägt sich deine Erinnerung zu?
– Fokus: Siehst du alles in der kompletten Gesamtheit oder ist es viel detaillierter?
– Größe: Ist alles eher klein oder doch ganz groß und riesig? Und was ist klein und was ist groß?
– Position: Wo befindet sich deine Erinnerung, wenn du darüber nachdenkst? Wo sind zum Beispiel die Menschen? Oben/unten oder links/ rechts?
– Neigung: Ist das Bild, also deine Erinnerung, gerade oder doch leicht geneigt?
– Kontraste: Starke oder schwache Kontraste?


Digitale Submodalitäten:

– Assoziationen: Sind die Eindrücke assoziiert oder dissoziiert?
– Farbgebung: Sind die Eindrücke farbig oder schwarz/weiß?
Begrenzungen: Liegen Begrenzungen und Rahmen vor oder nicht?
Dynamik: Ist die Erinnerung ein Bild oder ein Film, der abläuft?


NLP: Auditive Submodalitäten – Checkliste

Suche ein Ereignis, an welches du dich auditiv, also hörend erinnerst. Vielleicht etwas, was jemand in der Vergangenheit zu dir gesagt hat, oder ein Gespräch, das dich heute noch prägt.
 

Analog:

– Lautstärke: Sind die Stimmen laut oder leise?
– Entfernung: Sind die Stimmen nahe oder fern? 
– Klang: Wie genau ist der Klang? Dünn oder voll?
– Modulation der Stimmen: Sind es harte oder weiche Stimmen?
– Tonhöhen: Sind die Stimmen hoch oder tief?
– Melodien: Sind die Stimmmelodien harmonisch oder disharmonisch?
– Tempo: Reden die Stimmen schnell oder langsam?
– Rhythmus: Ist der Rhythmus gleichbleibend oder unregelmäßig?
– Stimmrichtung: Gehen die Stimmen nach vorne (auf dich zu) oder bewegen sie sich weg von dir?
– Ausdrucksweise: Sind die Stimmen klar zu verstehen oder sind sie gedämpft?


Digital:

– Konstanz: Sind die Stimmen konstant oder unterbrochen?
– Position: Kommen die Stimmen aus dem Inneren (intern) oder Äußerem (extern)?
– Mono/Stereo: Sind die Stimmen in mono oder in Stereo zu hören?
 

Freue dich auf die nächsten Submodalitäten und lerne den Umgang mit ihnen!

Bis dahin wünsche ich dir viel Erfolg!

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