2019 March 19

NLP: Hass - So besiegst du ihn!

Hasst du jemanden und könntest du vor Wut aus der Haut fahren? Hass gehört zu den schlimmsten Gefühlen und zerstört dich selbst! Lass uns gemeinsam deinen Hass besiegen!

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2019 March 19
2019-11-04T07:15:44+0100 Marc Galal GmbHMarc Galal

NLP: Warum wir hassen

Hass ist kein schönes Gefühl. Viel eher ist er das Gegenteil von Liebe und unmittelbar mit diesem schönen Gefühl verwandt.
Während du bei der Liebe Schmetterlinge im Bauch hast, alles durch eine rosarote Brille siehst und auf Wolke 7 schwebst, löst Hass genau das Gegenteil aus. Du spannst die Muskeln an, du siehst alles negativ und du empfindest den Menschen, den du hasst, vielleicht aber auch dich selbst, als Bedrohung. All diese Empfindungen sind jedem Menschen zuwider, dennoch verspüren wir oft diese Gefühle.
Warum hassen wir also? 

Hass ist eine ureigenste Regung menschlicher Gefühle. Im Detail heißt das: Es ist ein Gefühl, das wir bereits seit der Steinzeit in uns tragen und es eigentlich dafür gedacht ist, dass du überlebst, wenn es darauf ankommt. Nur müssen wir mittlerweile keine Säbelzahntiger und feindliche Sippen fürchten, sondern können uns glücklich schätzen, dass wir verglichen mit damals, in einem ziemlichen Luxus schwelgen. 
Dieser „Urzeithass“ geht darauf zurück, dass unsere Vorfahren jeden gehasst haben, der ihrer Sippe oder ihnen selbst zu nahe kam und somit eine potentielle Bedrohung für das eigene Überleben darstellte. 

Was passiert genau mit dir, wenn du jemanden hasst?

Hass entsteht, wenn du andauernd Verletzungen (physisch oder psychisch) in Kauf nehmen musst ohne dich dagegen wehren zu können. Sicherlich kennst du das Gefühl der unmittelbaren „Ohnmacht“, wenn du plötzlich spürst, dass egal was du tust, du keine Chance hast, dich gegen eine Person zu wehren. Aus dieser Hilflosigkeit erwächst der Hass, der sogar so weit gehen kann, dass du alles dafür tun würdest um den/ die Gehasste(n) zu vernichten. Wobei – willst du nicht eigentlich nur dieses schreckliche Gefühl loswerden? Heißt das, dass du dafür jemanden oder etwas beseitigen musst? Ja, nämlich das Gefühl!


NLP: Warum du liebst, wenn du hasst

Liebe und Hass werden immer als Gegenteile angesehen. Einerseits hat das mit dem intensiven Gefühl zu tun. Liebst du jemanden, dann ist das Gefühl sehr stark und es gibt kaum etwas, was dieses es übertreffen kann. Genauso ist es auch beim Hass. 
Beides sind Extreme und oftmals passiert es, dass aus Liebe Hass wird oder aus Hass Liebe. 
Für viele Menschen ist das zunächst einmal unvorstellbar. Wie soll ich die Person hassen können, die ich liebe? Der Grund ist so simpel, wie schmerzhaft: Deine Liebe wird nicht mehr erwidert oder deine Gefühle wurden verletzt. 
Du liebst jemanden mehr als dich selbst und diese Person schadet dir maximal, indem sie dich hintergeht oder deine Gefühle nicht mehr erwidert. Das verletzt dich. Das maximale Gefühl der Liebe entlädt sich explosionsartig, nämlich in den Zustand des Hasses. Irgendwohin müssen schließlich deine Gefühle hin.
Also liebst du diese Person indirekt noch, nur deine Gefühle haben sich gewandelt. 


NLP: Wie du aus der Hassspirale herauskommst

Du schreist, tobst und schlägst vor lauter Wut gegen die Wand? Du fährst wortwörtlich aus der Haut und hast dich nicht mehr unter Kontrolle und genau die brauchst du, um den Hassorkan zu stoppen. 
Deine Seele schreit auf und nimmt deine ganze Aufmerksamkeit ein. Was du jetzt benötigst ist eine Anleitung dafür, wie du mit deinem Ausbruch umgehen kannst.


1. Lass den Hass raus

Du hast deinem Ärger Luft verschafft und bist ausgebrochen wie ein Vulkan. Einerseits hast du damit klar und deutlich gemacht, wie du dich fühlst, andererseits wirst du dich kurz darauf schämen. Du bist explodiert. Das ist nicht gut, denn du zeigst jedem, dass du dich nicht unter Kontrolle hast und wie tief deine Wunden wirklich sind. 
Behalte also immer die Kontrolle! Oder doch nicht?
Die Wut muss irgendwie raus und das schnell. Aber bevor du Dummheiten begehst, ziehe dich zurück und hole einige Male tief Luft. Um deine Aggressionen loszuwerden kannst du Sport treiben oder in den Momenten, in denen du alleine bist, gerne auch rumschreien und vor Wut Tränen vergießen. Nur lasse die Wut und deinen Hass nicht an anderen aus! Wenn du es gar nicht aushältst, dann rede mit einer vertrauten Person. Denn letztlich ist Hass immer die Folge von Schmerz.


2. Reg dich ab!

Nachdem die erste Welle des Hasses über dich gekommen ist, musst du jetzt die Kontrolle zurückbekommen. Das heißt: Atme tief durch, und versuche dich zu entspannen. Achte auf deine Atemfrequenz und spüre deinen ganzen Körper. Wandere mit deiner Aufmerksamkeit von den Füßen bis hin zu deinem Kopf. Danach ist die erste Wut bereits erloschen. Durch diese Methode beruhigst du deinen Geist und deinen Körper gleichzeitig. Gerade denn, wenn du denkst, dass du nicht meditieren oder ruhig sein kannst, solltest du es machen.


3. Versetze dich jetzt in die andere Person 

Warum hat die Person so gehandelt? Hierbei geht es um keine Schuldfrage, sondern nur darum, dass du die Gründe deines Gegenübers erkennst. Sammle so viele Informationen wie möglich und betrachte es aus verschiedenen Blickwinkeln. Wie hättest du reagiert, wenn du an der Stelle gewesen wärst? Was hättest du dabei empfunden und warum?


4. Was genau macht dich so hasserfüllt?

Hass ist nicht nur ein sehr mächtiges, sondern auch ein diffuses, Gefühl. Er kommt so schnell, wie er verfliegt. Deswegen ist es wichtig, dass du den Grund deines Hasses kennst. Wie schon bei Punkt 3 erwähnt, solltest du dich in die Lage der anderen Person versetzen. Darüber hinaus frage dich einmal selbst, ob der Hass so gut für dich ist. Trete in einen internen Dialog und fokussiere dich auf die Stimme.

„Was passiert, wenn ich weiterhin so hasserfüllt bin?“
„Du wirst an nichts anderes mehr denken können und du wirst die Schönheit der Dinge nicht mehr anerkennen.“
„Woher genau kommt der Hass?“
[...]

Trete in Dialog mit dir selbst und lasse dir ruhig Zeit. Manche Erkenntnisse dauern Tage,
manchmal sogar Wochen!


5. Du wurdest unfair behandelt und verletzt?

Du siehst jetzt genau, wie sich das anfühlt, willst du dich tatsächlich mit dieser Person auf eine Stufe stellen oder stehst du nicht darüber? Überlege dir nur einmal, wie schlecht es der anderen Person geht (auch wenn sie es nicht merkt). 
Die andere Person macht nämlich genau das, was du nicht machen solltest: Dich von Hassgefühlen auffressen lassen. Vielleicht hasst sie keine andere Person, sondern sich selbst und das ist letztlich das Schlimmste, was jemandem passieren kann. Denn wer sich nicht selbst liebt, kann auch keine andere Person lieben. 


Wie du mit Selbsthass umgehst und welche Möglichkeiten dir NLP dabei bietet, liest du im nächsten Artikel!

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