2019 October 29

NLP: Die Verankerungstechnik – auf Knopfdruck im richtigen State

Das "Ankern" ist eines der grundlegenden Werkzeuge des NLP, das Dir dabei hilft, mehr Selbstvertrauen, Energie und Gelassenheit bei der Begegnung mit Menschen und Situationen zu erlangen.

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2019 October 29
2019-11-04T11:37:09+0100 Marc Galal GmbHMarc Galal

Auf einfache Weise verwandelst Du ein unerwünschtes Gefühl in wenigen Augenblicken in ein positives Gefühl. Wenn Du einen NLP-Anker in Dein Leben wirfst, richtest Du ein „Stimulus-Antwortmuster“ ein, d.h. auf eine bestimmte Stimulation hin erscheint in Deinem Bewusstsein der ge-ankerte Zustand. Im NLP bezieht sich „Ankern“ auf den Prozess des Zuordnens einer internen Antwort zu einem externen oder internen Auslöser, sodass auf die gespeicherte Antwort schnell und manchmal verdeckt erneut zugegriffen werden kann. 

Um richtig zu „ankern“, müssen spezifische Reize gesetzt werden, sobald Du einen bestimmten Zustand erlebst. Ein Bild, dass Dir vor Augen geführt wird – sei vor Deine physischen Augen oder Dein inneres Auge –kann zum Beispiel zum Anker für ein bestimmtes Gefühl werden. Ein Ton kann zum Anker für einen Zustand der Aufregung oder des Vertrauens werden. Eine Person kann sich bewusst dafür entscheiden, diese Assoziationen für sich selbst herzustellen und erneut auszulösen. 

Der Anker wird dann gesetzt, wenn die physiologische Reaktion der Person am größten ist. Beschäftigen wir uns zunächst mit den 5 Punkten des optimalen Ankerns im NLP den T.I.G.E.R-Bedingungen

1) TIMING: Setze den Anker am allerbesten, sobald das positive Gefühl fast das Maximum erreicht hat. Dadurch wird nicht nur das Gefühl an sich geankert, sondern die komplette Dynamik des ansteigenden Gefühls direkt mitgeankert.

2) INTENSITÄT: Dein Zustand sollte völlig auf die entsprechende Emotion fokussiert sein. Sobald andere Gefühle und Emotionen mit hineinspielen, werden diese ebenfalls geankert. Hinzu kommt, dass es deutlich schwieriger ist zu ankern, wenn Du einen diffusen Gefühlszustand hast.

3) GENAUIGKEIT: Der Anker sollte genau gesetzt werden. Hierbei spielt es eine wichtige Rolle, dass die zu reproduzierenden Zustände genau wiedergegeben werden. Ansonsten hat man nur ein schwaches Echo des Zustandes.

4) EINZIGARTIGKEIT: Der Reizpunkt muss einzigartig gewählt werden. Hände eignen sich zum Beispiel nicht dafür, da sie von zig anderen Dingen überlagert werden (bei einem kinästhetischen Anker). Du brauchst einen einzigartigen Speicherpunkt, zum Beispiel die Schulter, den Oberarm oder Bereiche, die nicht andauernd berührt werden.

5) REINHEIT: Ankere immer nur das Positive! Hierbei musst Du darauf achten, dass es auch ein rein positives Gefühl ist. 

Das Verankern ist ein Vorgang, der starke Ähnlichkeiten zu der von Pawlow verwendeten „Konditionierung“ hat. Vielleicht hast Du davon bereits gehört. Die Anker in dem berühmten Hunde-Experiment von Pavlov waren die Glocke und die rote Lampe. Sie lösten die (physiologische Reaktion, den Speichelfluss) des Hundes aus. Irgendwann begriffen die Hunde, dass wenn die Glocke klingelt Essen kam und somit lief schließlich auch ohne Essen Hundesabber aus. Kurz gefasst: ein konditionierter Reflex wurde durch die oben beschriebene Verhaltensassoziation hervorgerufen.

Im NLP wurde diese Art der assoziativen Konditionierung erweitert, um Verbindungen zwischen anderen Aspekten der Erfahrung als nur Umgebungshinweise und Verhaltensreaktionen aufzunehmen. 

Anstatt ein gedankenloser Reflex zu sein, wird ein Anker zu einem Werkzeug zur Selbstermächtigung. Verankerung kann ein sehr nützliches Werkzeug sein, um die mentalen Prozesse, die mit Kreativität, Lernen, Konzentration und anderen wichtigen Ressourcen verbunden sind, zu etablieren oder zu reaktivieren.
Es ist wichtig, dass die Metapher eines „Ankers“ in der NLP-Terminologie verwendet wird. Der Anker eines Schiffes wird von den Mitgliedern der Schiffsbesatzung an einem stabilen Punkt befestigt, um das Schiff in einem bestimmten Bereich festzuhalten. Dies bedeutet, dass das als psychologischer „Anker“ weniger ein mechanischer Reiz ist, der eine Reaktion „hervorruft“, sondern vielmehr ein Bezugspunkt, der zur Stabilisierung eines bestimmten Zustands beiträgt.

Um diese Thematik vollständig abzurunden, könnte ein Schiff auf dem Ozean als Sinnbild unseres Bewusstseins betrachtet werden. Anker dienen als Bezugspunkte, die uns helfen, einen bestimmten Ort auf diesem ereignisreichen Meer zu finden und unsere Aufmerksamkeit auf die positiven Dinge im Leben zu halten, damit wir ja nicht vergessen davon zu treiben.

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