2016 July 01

Höchstleistungen durch Lob

Fallen wir gleich einmal mit der Tür ins Haus. Kritik ist überbewertet und führt nicht unbedingt zum Erfolg. Immer wieder heißt es, es sei unglaublich wichtig, kritikfähig zu sein und dass man nur durch Kritik zu Höchstleistungen kommen könne. Fakt ist doch aber, dass niemand gerne kritisiert wird und dass es einen runterzieht und demotiviert. Natürlich ist es manchmal unerlässlich, sich auch kritische Anmerkungen anzuhören und aus dem Feedback zu lernen. Immer vorausgesetzt, dass es sachlich vorgetragen und fundiert ist.

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2016 July 01
2018-09-30T20:54:50+0200 Marc Galal GmbHMarc Galal

Feedback oder Kritik?

Der Unterschied mag klein sein, doch im Miteinander kann er einen großen Unterschied machen. Immerhin handelt es sich bei Feedback um eine Rückmeldung, eine sachliche Darstellung einer Meinung, um die man in der Regel gebeten hat. Bei Kritik ist dagegen häufig eine Bandbreite von Befindlichkeiten zu beobachten. Persönliche Meinung, Gefühle, unglückliche Formulierungen, mangelnde Sachlichkeit, schlicht und einfach: Misstöne entstehen. Kritik artet häufig in etwas aus, das mindestens auf der einen Seite Frust hinterlässt. Um das zu vermeiden, sollte immer auf einen sachlichen Ton und ein Miteinander auf Augenhöhe geachtet werden. So ist es möglich, etwas Positives aus dem Gespräch zu ziehen.


Wo ist denn nur das Lob geblieben?

Wer Kinder hat, der kennt sich aus mit dem Lob. Jede Kritzelei, jede verunglückte Rolle im Kinderturnen, jeder Meter auf dem Fahrrad, alles wird gelobt. Schließlich sollen die lieben Kleinen ja motiviert bei der Sache bleiben. Aha, warum verknüpfen wir denn Lob mit Motivation bei den Kindern und tun im Erwachsenenleben das komplette Gegenteil: Kritik üben und erwarten, dass aus dieser Negativ-Motivation etwas Positives erwächst? Wäre es da nicht viel sinnvoller, dieses Verhalten umzustellen und mehr zu loben? Immerhin heißt es doch, dass wir uns auf das fokussieren müssen, was wir anstreben und nicht das Augenmerk auf etwas richten sollen, das wir vermeiden wollen. Geben wir sonst dem Anti-Ziel nicht viel mehr Raum als dem eigentlichen Ziel, das wir anstreben? Lob verstärkt und generiert ein positives Gefühl und kann unter Umständen immer wieder positive Glaubenssätze entstehen lassen. Einmal erhalten wollen wir mehr davon, also tun wir mehr von dem, für das wir ein Lob erhalten haben. Eine Positiv-Spirale entsteht. Die Zufriedenheit steigt und mit ihr die guten Leistungen. Es heißt, wer fundiertes Lob gibt, der bindet seine Mitarbeiter besser ein und das wiederum führt zu besseren Leistungen und einer geringeren Fluktuationsrate. Perfekt, oder?


Loben, aber richtig

Ein „Gut gemacht!“ ist zwar ein guter Anfang, reicht aber nicht aus. Das Lob muss qualifiziert und fundiert sein, sonst verpufft es. Besser ist ein: „Gut gemacht, Herr Müller. Ich mag Ihren Entwurf, weil er auf der einen Seite die Traditionalisten abholt und auf der anderen Seite durch das moderne Farbspektrum neu und innovativ anmutet. Wirklich sehr gelungen, danke.“ Wer so lobt, der zeigt, dass er Qualität wahrnimmt und anerkennt.

In der nächsten Woche geht es hier um drei Archetypen des Erfolgs. Und es geht darum, was diese Wesensart mit der Karriere macht…

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