Grenzen, Kino im Kopf und das Wörtchen Nein

Neulich bei mir zuhause. Das beste Mädchen von allen befindet sich mitten in der Geburtstagsplanung und überlegt, wer eingeladen wird. Sie zählt gefühlt 50 Namen aus dem Kindergarten auf, hält plötzlich inne. „Papa, wenn du mir eine Hüpfburg für den Garten kaufst, dann lade ich dich auch zu meinem Geburtstag ein.“ Ich: Mäuschen, heißt das, dass ich nicht kommen darf, wenn ich nicht mache, was du möchtest?“ Sie: „Mach es doch einfach.“ Ich: „Ich habe dich lieb mein Schatz, doch dann komme ich lieber nicht und mache mir mit der Mama einen schönen Nachmittag. Dann kümmerst du dich aber auch um den Kuchen, das Abendbrot, die Spiele und die Schatzsuche?“ Sie: „Ach weißt du Papa, vielleicht kriegst du doch eine Einladung.“

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© Viacheslav Lakobchuk / Fotolia


Zugegeben, das Mädchen ist schlau. Schließlich hat es mir fast das Herz gebrochen, nicht auf den pinken Prinzessinnen-Geburtstag eingeladen zu werden. Doch wenn man hier keine Grenzen setzt, dann wird aus der Prinzessin schnell ein Tyrann. Und was bei Kindern wichtig ist, das ist im Job nicht minder wichtig. Stopp zu sagen, wenn zu viele Aufträge auf dem Schreibtisch landen, wenn jemand Arbeit abwälzt oder sich mit fremden Lorbeeren schmückt, das ist Selbstschutz. Und doch, das Kino im Kopf geht häufig schon los, bevor man noch protestieren kann (Erfahren Sie, wie Sie Ihr Kopfkino durch mit NLP und durch Generalisierung, Verzerrung und Tilgung steuern können). Was hat das jetzt für Konsequenzen, wenn ich deutlich mache, dass es nicht meine Aufgabe ist, dass ich dafür keine Kapazitäten habe oder es schlicht und ergreifend nicht möchte? Kostet mich das die Beförderung… Fragen über Fragen schießen einem in den Kopf und man entscheidet sich häufig wider besseres Wissen dafür, diese Aufgabe noch zu erledigen, das weitere Projekt zu übernehmen, die Extra-Zeit zu investieren. Man will ja gemocht werden, respektiert, geschätzt und anerkannt. Und schon sind wir mitten drin in der Welt der Gefühle.


Die Kunst des Nein-Sagens

Nein sagen will gelernt sein. Es gibt keinen Grund es böse zu sagen, es geradezu heraus zu bellen oder es als Auftakt für einen Gegenangriff zu nutzen. Vielmehr geht es darum, souverän und angemessen Nein zu sagen. Begründen Sie, warum sie dieses oder jenes nicht tun können oder möchten. Seien Sie selbstsicher und achten Sie darauf, dass das Gespräch auf Augenhöhe stattfindet. Begründen Sie, doch rechtfertigen Sie nicht. Es gibt keinen Grund dafür. Im richtigen Moment Nein zu sagen ist nicht nur befreiend, sondern sogar Karriere fördernd. Denn so haben Sie Kapazitäten frei, um neue Aufgaben zu übernehmen, die Sie wirklich voranbringen und Sie zeigen, dass Sie Konflikte nicht scheuen. Gut, oder? Allerdings sollten Sie immer wieder JA zu positiven Dingen sagen und sich so selbst bewusst machen, welches Potential in Ihnen steckt. 

In der nächsten Woche geht es darum, wie man am Arbeitsplatz wirklich glücklich wird.

Glaubenssätze NLP Formate

Kommentare (3)

  • Ilona Mild
    am 28.01.2019
    Freue mich auf die weiteren Einträge. Ich habe letztes Jahr nach dem Practitioner mit Hilfe von NLP 13 Kg abgenommen und halte das Gewicht :-) Die größte Herausforderung war in diesem Jahr in Belek, trotz der tollen Buffets nicht zuzunehmen - und ich habe es geschafft standhaft zu bleiben und bin mit einem Minus von 1 KG heimgefahren. Es funktioniert wirklich!!!!
  • ilona@mild-online.de
    am 11.03.2019
    Löse dich von deinen negativen Glaubenssätzen und du kannst alles schaffen, was du willst.
    Wie sagte schon Brian Tracy:
    »Nicht wie tief du fällst, zählt – sondern wie hoch du zurückfederst.«
    Rückschläge kann es immer wieder geben, jedoch sollte man an seinem Ziel festhalten und nicht vorschnell aufgeben!
  • ilona@mild-online.de
    am 25.03.2019
    Das erinnert mich an eine Situation in der letzten Woche. Es ist soviel zusammengekommen, dass ich abends im Bett lag und einfach nur geweint haben. Je länger ich darüber nachgedacht hatte, umso beklemmender wurde dieses Gefühl und ich fragte mich, warum es ausgerechnet immer mich trifft. Am nächsten Tag - auch dank deiner aufmunternden Worte- habe ich alles noch einmal Revue passieren lassen. Ich habe erkannt, dass ich manche Sachen einfach hinnehmen muss, da ich sie sowieso nicht beeinflussen bzw. ändern kann. Als ich das akzeptiert hatte, ging es mir besser und auch dieser Beitrag hat mir Möglichkeiten aufgezeigt, die mir in Zukunft weiterhelfen werden.

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