2021 November 23
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Warum du mit Nettigkeit nicht weit kommst (leider)

Eins vorweg: Wir brauchen mehr Solidarität. Es stimmt, die Gesellschaft kühlt ab und Narzissten und Menschen mit egoistischen Charakterzügen kommen immer mehr an die Oberfläche. Doch das bedeutet nicht, dass du ebenfalls kühl werden solltest. Zugegeben, die Überschrift meines heutigen Blogbeitrags ist irreführend, es geht jedoch weiter in die Tiefe. Diese Erkenntnis wird dich mit einem „Aha-Moment“ stehen lassen. Viel Spaß beim Lesen!


2021 November 23
2021-12-03T10:30:30+0100 Marc Galal GmbHMarc Galal

Es gibt zahlreiche Menschen, die es nicht über die Lippen bringen, einfach mal „Nein“ zu sagen. Vielleicht kennst du das von dir. Wie schon erwähnt, leben wir bereits in einer „Ellbogengesellschaft“, in der meist derjenige gewinnt, der sich nicht alles bieten lässt. Wenn du dich in den folgenden vier Punkten wiedererkennst, wird es höchste Zeit, DEINE Ellenbogen einmal auszufahren:

#1 Du stellst fremde Bedürfnisse über deine eigenen.

Und hast du schon ein Szenario im Kopf? Beispiel: „Du hast noch nichts gefrühstückt und möchtest endlich in die Pause gehen. Dein Kollege, der vor einer halben Stunde wieder aus seiner Pause eingetrudelt ist, bittet dich, den nächsten Anruf entgegenzunehmen, da er spontan noch mal mit der Kollegin X einen Kaffee trinken möchte.

Dies wiederholt der Kollege regelmäßig. Und aus Nettigkeit sagst du immer „Ja“. Wie gehst du damit am besten um? Abwarten und zum Knurren deines Magens den Kopf brav nickend hin und her bewegen? Wohl kaum. Eine klare Kommunikation ist hier angebracht: „Tut mir leid, ICH gehe jetzt in die Pause.“ Mehr musst du gar nicht sagen. Kleine Gefälligkeiten hier und da sind vollkommen in Ordnung, jedoch sollten sie keine Selbstverständlichkeit darstellen.

Bevor du miesgelaunt in den Tag startest, darfst du also ruhig genüsslich deinen Kaffee trinken. Stelle niemals die Bedürfnisse anderer über deine eigenen. Fang‘ schon heute damit an.

#2 Du machst dich kleiner, als du bist.

Selbstvertrauen ist heutzutage wichtiger denn je, denn wer an sich oder seinem Produkt zweifelt, hat bei seinem Gegenüber schon verloren. Es erfordert viel Mut für sich selbst einzustehen undDinge zu tun, die einem Angst einjagen, doch die meisten Menschen erschaffen sich ihre Angst selbst: „Ich bin für diese Position nicht erfahren genug“, „Ich sollte lieber nichts sagen, sonst ziehe ich das Meeting nur unnötig in die Länge“, „Die haben mich doch nur eingeladen, weil sie mussten“, usw.  Unbewusst hältst du dich damit klein. Du stellst deine Fähigkeiten infrage, dein Potenzial. Wofür? Weil du denkst, dass du es nicht wert bist? Nein, das ist eindeutig der falsche Weg. Du bist es wert! Du kannst alles und du schaffst alles. Wiederhole diese positiven Affirmationen am besten jeden Morgen vor dem Spiegel und du wirst sehen, dass du größer bist, als du bisher gedacht hast.

#3 Du lässt dir Chancen bewusst entgehen, weil du anderen den Vortritt lässt.

Die Beförderung ging mal wieder an jemand anderen und an der Wursttheke hat sich der junge Kerl einfach vorgedrängelt und die letzten Steaks gekauft – und du tust – Nichts. Alltägliche Beispiele aus deinem Leben. Warum? Weil du nicht auffallen willst und dem Konflikt aus dem Weg gehst. Du möchtest keine Konfrontation, du möchtest einfach deine Ruhe. Doch die Beförderung und die Steaks hättest du auch gerne gehabt. Eines musst du dir klar machen: Du bekommst in dieser Welt nichts geschenkt. Wenn du etwas wirklich möchtest, dann tue etwas dafür. Suche nicht nach Ausreden, sondern nimm deine Chancen wahr. Was ist denn das Schlimmste, was passieren könnte? Außer, dass du dir eine Chance entgehen lässt, nicht viel. Also geh zu deinem Chef und rede über die Beförderung. Zeig ihm, dass du sie verdient hast. Und wenn sich an der Wursttheke jemand vordrängelt, dann stell klar, dass du an der Reihe bist. Und lass dir die Steaks gut schmecken. Steh für dich und deine Wünsche ein.

#4 Du saugst die negative Energie deines Umfelds auf und hilfst bei allen Problemen, damit alle happy sind – außer dir.

Dein Kollege (den du eigentlich gar nicht richtig leiden kannst) ist schlecht gelaunt und mault an seinem Schreibtisch über die viele Arbeit, die noch vor ihm liegt (weswegen er schon Stress mit dem Chef hatte). Deine feinen Antennen wittern es sofort: Da liegt Ärger in der Luft. Du möchtest, dass sich das Gewitter schnellstens wieder verzieht und alles Friede. Freude, Eierkuchen ist. Daher übernimmst du die Arbeit deines Kollegen noch mit. Du kannst zwar auch vor lauter Aufgaben nicht mehr deinen Schreibtisch sehen, doch die Harmonie ist dir wichtiger als dein pünktlicher Feierabend. Du möchtest einfach niemanden enttäuschen und stellst dadurch deine eigenen Bedürfnisse hinten an. Merkst du es schon? Genau! Der Fehler liegt darin, Menschen, die einem selbst nie Beachtung schenken, unterwürfig zu sein. Es ist an der Zeit, dass du lernst, deine Bedürfnisse an oberste Stelle zu setzen, vor allem in deinem beruflichen Umfeld. Das bedeutet keineswegs, dass du dadurch als „Teamplayer“ ausscheidest, du nimmst so lediglich die Möglichkeit wahr, mehr aus deinem Leben zu machen. Wer weiß, vielleicht als Teamleiter, eigener Chef oder eigene Chefin. Auch du hast das Zeug Verantwortung zu übernehmen. Glaube an dich und andere werden auch an dich glauben.

Vertrete deine eigene Meinung. Lass dich nicht über den Tisch ziehen. Du hast die Chance mehr aus deinem Leben zu machen.

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Bis zum nächsten Blogbeitrag!

Viel Erfolg & bleib gesund,

Dein Marc

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