2020 July 03
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Versagensangst: Das kannst Du dagegen tun!

Die Angst vor dem Scheitern kann Dich von Deinem Erfolg abhalten und Dein Leben unnötig schwer machen. Die gute Nachricht? Du kannst die Art und Weise ändern, wie Du über das Scheitern denkst – und damit auch beeinflussen, was Du fühlst und wie sehr du es fürchtest.


2020 July 03
2020-07-14T12:32:54+0200 Marc Galal GmbHMarc Galal

Die meisten Leuten wissen das vielleicht nicht über mich, aber ich hatte auch meine Begegnung mit der sogenannten „Versagensangst“: Als ich mit 24 Jahren anfing, als Speaker und Coach zu arbeiten, merkte ich schnell, dass mich viele Menschen in die „viel-zu-jung-Schublade“ schoben. Ich war zum damaligen Zeitpunkt ein Anfänger in der Weiterbildungsbranche, machte Fehler und verfiel auch oft in Selbstzweifel. Nichtsdestotrotz habe ich weiterhin an mir gearbeitet und auch weiterhin Absagen kassiert, bis ich irgendwann durch Durchhaltevermögen auf die Erfolgswelle aufspringen konnte.

Aber jetzt, wenn ich mit über 21 Jahren Berufserfahrung zurückblicke, bin ich einfach nur dankbar für all die Fehler oder Fehlentscheidungen, die ich machen durfte. Unter dem Strich war es eine wichtige Lernerfahrung und ein großer Teil meiner Erfolgsreise. Es zeigt, dass Fehler ein Teil des Erfolges sind ­– Risiken, die entweder zum Scheitern führen oder sich auszahlen können. Indem Du bereit bist, diese Risiken einzugehen, ermöglichst Du Dir bereits den ersten Meilenstein zum Erfolg.

 

Wenn wir versagen, machen wir uns Sorgen, dass wir bestraft werden. Und evtl. schämen wir uns dafür. Deshalb versuchen wir, Misserfolge um jeden Preis zu vermeiden. Aber das muss nicht sein. Der erste Schritt besteht darin, unsere Angst vor dem Scheitern zu überwinden. Wie das funktioniert? Erfährst Du jetzt mit meinen drei Top Tipps.

Tipp #1 Welche Lektionen ziehst Du aus vergangenen Fehlern?

Alle negativen Erfahrungen haben einige Vorteile, auch wenn sie n dem Moment, in dem sie passieren, schwer zu sehen sind. Wenn Du aktiv übst, diese Vorteile bei früheren Fehlern zu finden, kannst Du diese Fähigkeit möglicherweise verbessern, damit es beim nächsten „Stolpern“ einfacher wird. Aber Achtung: gib dir selbst einen Tag, allerhöchstens zwei Tage Zeit dafür. Es geht NICHT darum, einen Fehler wieder und wieder zu überdenken. Im Gegenteil: Analysiere, was falsch gelaufen ist und mach dir die Lektionen zu eigen. Und dann, ganz wichtig, HAKEN DRAN SETZEN.

Um die Vorteile herauszufinden, wähle zunächst einen Fehler in der Vergangenheit aus und schreibe drei Dinge auf, die Du daraus gelernt hast. Wenn Du beispielsweise eine wichtige Frist verpasst hast, hast Du möglicherweise gelernt, dass Du bessere Prioritäten setzen solltest. Frage Dich: Hast Du bereits Änderungen vorgenommen, um zu verhindern, dass solche Fehler in Zukunft wieder auftreten? Wenn nicht, nimm Dir unbedingt Zeit, um ein paar kleine Änderungen vorzunehmen.

Frage am besten als nächstes Dein Umfeld, wie sie von früheren Fehlern profitiert haben. Zum Beispiel kann ein Chefredakteur einen Bericht in der Zeitung veröffentlicht haben mit einigen Rechtschreibfehlern und kontrolliert nun alles doppelt und dreifach. Wenn Du miterlebst, wie andere ihre Fehler überwinden, kannst Du Deine Ängste deutlich verringern und Dir selbst vor Augen halten, wie Du die Vorteile Deiner eigenen Fehler leichter findest.

Du solltest Deine Fehler auf der Arbeit direkt nach dem Erleben reflektieren, um maximales Lernen aus der Erfahrung zu ziehen. Denke daran, dass es schwieriger sein wird, effektive Lösungen zu finden, wenn Du Dich immer noch über den Fehler ärgerst. Warte daher besser, bis Du es aus einer anderen Perspektive sehen kannst.

Tipp #2 Fehler sind Deine neuen Herausforderungen

Das Erledigen wichtiger Aufgaben ­– Aufgaben, bei denen Du scheitern könntest ist stressig. Aber wie Du Dich diesem Stress näherst, liegt bei Dir alleine.

Wenn Du Stress als Bedrohung betrachtest, wie es viele von uns ganz von Natur aus tun, wird sich Dein Körper auf den Kampf vorbereiten und Du wirst Dich wie in einem Kampf fühlen. Wenn Du diesen Stress jedoch als Herausforderung betrachtest, glaubst Du eher, dass Du in der Lage bist, damit umzugehen. Denke über vergangene Herausforderungen nach, die Du erfolgreich gemeistert hast, um eine Herausforderung zu entwickeln. Nehmen wir an, Du machst Dir Sorgen um ein Treffen mit Deinem Chef. Nimm Dir einen Moment Zeit, um an vergangene Besprechungen zurückzudenken. Was genau hast Du gemacht? Wenn Du Dich daran erinnerst, dass Du zuvor erfolgreich warst, scheint die vor Dir liegende Aufgabe nicht so unüberwindbar. Visualisiere als nächstes den Erfolg. Wenn Du Dir vorstellst, dass es Dir gut geht, fühlst Du Dich positiver, was wiederrum Deine Leistung verbessern kann. Wenn Du jedoch verkrampft darüber nachdenkst, was schief gehen könnte, steigt Deine Angst und der von Dir befürchtete Misserfolg wird – leider – noch wahrscheinlicher an Deiner Tür klopfen.
 

Tipp #3 Gönne Dir etwas Gutes, wenn es mal nicht klappt

Es wird nie genug Stunden am Tag geben, um bei jedem Projekt Dein Allerbestes zu geben. In diesen Momenten schalten viele Menschen auf den Kritik-Modus mit sich selbst. Entscheide Dich stattdessen, freundlich zu Dir selbst zu sein, Schritte zu unternehmen und Einstellungen zu pflegen, die Schuld, Scham und Verlegenheit abwehren. Eine Möglichkeit, freundlich zu sich selbst zu sein, ist die Selbstpflege. Du profitierst ungemein davon mit einer Person Deines Vertrauens darüber zu sprechen. Oder vielleicht bevorzugst Du eine stressabbauende Aktivität wie Bewegung, um mit intensiven negativen Emotionen fertig zu werden.

 

Es ist auch wichtig, Selbstmitgefühl zu üben, wenn Du Fehler machst. Denke daran, jeder scheitert und es besteht keine Notwendigkeit, sich selbst zu schikanieren, sich schuldig zu fühlen oder den Kopf in den Sand zu stecken. In der Tat wird diese Art von Einstellung Dir nicht helfen, in der Zukunft besser zu bestehen. Versuche stattdessen, auf unterstützende, freundliche und fürsorgliche Weise mit Dir selbst zu sprechen und es ist wahrscheinlicher, dass Du Fehler anerkennst und es beim nächsten Mal besser machst.

 

Mit diesen Tipps kannst Du Deine Angst vor Fehlern bei der Arbeit und im Leben leichter überwinden. Wenn Dir dieser Blogbeitrag gefallen hat, dann lasse mir gerne einen Daumen nach oben da.