2020 February 17

Um Hilfe zu bitten ist eine Kunst…

…und Du kannst sie erlernen. In diesem Blogbeitrag gebe ich Dir sieben einfache Tipps, wie Du um Hilfe bittest. Es gibt nämlich einige Dinge zu beachten. Hier gehe ich größtenteils auf Hilfeanfragen aus Deinem Umfeld ein, aber einige gelten auch für Kundendienstsituationen. Viel Spaß beim Lesen!

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2020 February 17
2020-02-20T14:50:26+0100 Marc Galal GmbHMarc Galal

1. Versuche zuerst, Dir selbst zu helfen

Die Menschen sind eher geneigt, denen zu helfen, die zuerst versuchen sich selbst zu helfen. Wenn Du um Hilfe bittest, erkläre kurz, was Du bereits alles versucht hast. Auf diese Weise weiß die Person, von der Du Hilfe anforderst, dass Du es schon selbständig probiert hast. Wenn im Unternehmen zum Beispiel Dein Computer hängt, kannst Du Dir erstmal selbst ein Überblick von der Situation verschaffen. Überprüfe die Stromquelle, ehe Du zum IT-Experten rennst. Meistens lassen sich solche kleinen „Herausforderungen“ von selbst lösen. Du musst es nur wollen. Andererseits, wenn es nach gefühlter Ewigkeit nicht funktioniert, kannst Du natürlich das Büro vom Informatiker aufsuchen und dabei erwähnen: „Ich habe versucht, mein Gerät neu zu starten, aber es hängt immer noch...". Komm‘ dabei schnell auf den Punkt. Stelle Dir vor, Du gibst eine Liste ab – und sei mit Deinen Angaben genau. Dein Gegenüber, in diesem Fall der Meister der Technik, wird sich freuen, dass Du bereits auf eine selbständige Spurensuche gegangen bist.

2. Befolge die Tipps Deines Ratgebers

Es macht wirklich keinen Spaß, wenn Du Dir Mühe gibst jemandem zu helfen und diese Person nicht mitmacht. Wenn Du also Hilfe von jemandem erhältst, dann achte darauf, diese auch dankbar anzunehmen. Die Zeit ist schließlich das wertvollste Gut in Deinem Leben.


3. Berücksichtige den Zeitpunkt Deines Hilferufs 

Wenn es nicht gerade ein Notfall ist, solltest Du unbedingt Dein Anliegen auf später verschieben. Hier ein persönliches Beispiel: Meine Vertriebsmitarbeiter bitten mich gern um Verkaufstipps. Deshalb habe ich eine Richtlinie eingeführt, und zwar Anfragen für Mitarbeitercoachings nur mit Terminvergabe. Auf diese Weise wird mein Arbeitstag nicht gestört. Dieses System funktioniert hervorragend für alle. Wenn Du nicht sicher bist, wann der geeignete Zeitpunkt ist, jemanden um Hilfe zu bitten, frage einfach. Fragen kostet bekanntlich nichts. Anstatt direkt mit Deinem Anliegen zu starten, solltest Du Folgendes sagen: "Ich möchte Dich bei etwas um Hilfe bitten. Wann würde es Dir passen?". Das geht auch ganz schnell über den E-Mail-Verkehr. Mit dieser Herangehensweise garantierst Du, dass Dein Gegenüber sich extra Zeit für Dich nimmt und die Gefahr schnell abserviert zu werden, ist gering.

4. Verwende die „Fuß-in-der-Tür-Technik“ nur sparsam! 

Das ist wohl eine der hinterhältigsten Taktiken und sollte deshalb sehr sparsam eingesetzt werden. Die Foot-in-the-Door-Technik (z. Dt. Fuß-in-der-Tür-Technik) ist, wenn Du zuerst eine kleine Anfrage stellst, um die Person in den "Ja" -Modus zu versetzen, bevor Du eine viel größere Anfrage stellst.

 5. Rede nicht um den heißen Brei herum

Wenn Du um Hilfe bittest, vergewissere Dich, dass die Person genau weiß, was Du willst. Es gibt Zeiten, in denen es schön wäre, wenn sich jemand spontan bereit erklärt, Dir zu helfen und das tut er nicht. Wie denn auch? Dir kann schließlich niemand in Dein Kopf schauen. Je mehr Du in solchen Situationen übst (direkt um Hilfe zu bitten), desto einfacher wird es. Ich habe festgestellt, dass Menschen normalerweise sehr gerne Hand anlegen, wenn sie gefragt werden. Manchmal scheuen die Leute sich davor, Hilfe anzubieten, oder sitzen einfach in ihrem eigenen Kopf fest und denken nicht daran, etwas anzubieten. Also, frage einfach, um das zu erhalten, was Du benötigst.


6. Stelle Deine Anfragen an einem Kundendienst über mehrere Kanäle

Wir alle kennen diese Situation: Das Internet funktioniert plötzlich nicht. Heutzutage gibt es verschieden Wege den Anbieter zu kontaktieren. Wenn Du in Kundendienstsituationen mehrere Möglichkeiten hast, um Hilfe zu bitten, solltest Du den Kanal auswählen, mit dem Du Dich wohlfühlst. Je nach Situation ist es möglicherweise am besten auf das Telefon, den Live-Chat, E-Mail oder einen persönlichen Termin zurückzugreifen. Extra Tipp: Es ist besonders hilfreich, keine Angst vor der Verwendung des Telefons zu haben, wenn dies die beste Option für ein bestimmtes Problem ist. Wenn Du zunächst keinen Erfolg hast, verabschiede Dich freundlich und lege auf. Zu einem späteren Zeitpunkt versuchst Du es einfach erneut mit einem anderen Mitarbeiter oder wechsele zu einem anderen Kundendienstkanal.

7. Gib Hilfe zurück!

Wenn Du mehr Hilfe anbietest oder gibst, als Du erbittest, wird es einfacher, Fragen zu stellen und die Menschen werden empfänglicher für Deine Anfragen sein. Im Leben beruht alles auf Gegenseitigkeit, es ist schließlich ein ständiges Geben und Nehmen.

Es ist gar nicht so schwer, um Hilfe zu bitten oder sie anzunehmen und mit Schwäche hat dies auch nichts zu tun. Beachte die oben genannten Tipps, verlasse Deine Komfortzone und mach‘ so mehr aus Deinem Leben. 

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