Offenbare der Welt dein Charisma!

Vor einiger Zeit, in einem Frankfurter kleinen aber feinen Café, hörte ich, wie sich ein junges Paar, lautstark unterhielt. „Mein älterer Bruder hat es einfach …das gewisse Etwas …dieses Charisma!“, sagte der junge Mann augenrollend mit einer Gestik, als wolle er diese Aussage infrage stellen. Ich musste schmunzeln und nippte genüsslich an meinem Kaffee, während ich dabei aus dem Fenster schaute und ins Grübeln kam. Es regnete.

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Erstellt von Marc Galal
 |  2019-08-21T11:32:09+0200 Marc Galal GmbHMarc Galal

Seine Freundin entgegnete: „Schatz, nicht jeder von uns ist von Natur aus anziehend. Vor kurzem habe ich erst darüber ein Artikel gelesen. Eine Unternehmenspsychologin meinte, dass eine positive Ausstrahlung eher Resultat einer positiven Einstellung ist, als dass es uns in die Wiege gelegt wird.“ Er nahm ihre Hand in seine. „Ach Tanja, das ist doch leichter gesagt als getan, aber da scheint etwas dran zu sein. Ich habe vor bei mir im Unternehmen aufzusteigen, aber ein Kollege, der erst gerade ein Jahr bei uns ist, (…) hat halt auch diesen bestechlichen Charme (…), ist ja fast schon eklig!“. Seine Freundin lachte herzhaft und verschütte etwas von ihrem Kaffee auf dem Tisch. „Ja, ich weiß …es ist schon kindisch von mir. Ich bin nur etwas nervös, weil ich schon nächste Woche vorhabe, um einen Termin bei meinem Chef zu bitten“, sagte er, während er mit seiner Serviette die Kaffeeflecken vorsichtig vom Tisch tupfte. 


„In meinen Augen strahlst du pures Charisma aus. Du bist ein Löwe! Ich finde es goldig, dass ausgerechnet du solche Sorgen hast. Die Welt wäre doch langweilig, wenn alle gleich wären. Vielleicht siehst du dich nur selbst so. Man ist ja oft viel kritischer mit sich selbst, meinst du nicht?“, fragte sie während sie ihren Kaffee leertrank.
„Hmm, das ist gut möglich. Ich muss diese Gedanken einfach nur von mir stoßen. Ich bin auf dem richtigen Weg und nächste Woche, weiß ich mehr. Wollen wir gehen?“, fragte er, während er in seinem Portemonnaie nach Kleingeld suchte. „Ja, lass uns gehen. Ich will mir noch die Beine vertreten. Keine Sorge, wir werden nicht nass. Ich habe einen Regenschirm dabei“, antwortete sie lächelnd. Das Paar verließ nach dem Bezahlen händchenhaltend das Café.

Ich bestellte mir noch ein Espresso und begann über das Wort „Charisma“ nachzudenken. Eine Bezeichnung, die ich oft von meinen Teilnehmern zu hören bekam. Ein Wort, das Menschen vor eventuellen Möglichkeiten sich weiterzuentwickeln abhalten lässt? Entweder du hast es oder nicht? Sind die Sorgen vom jungen Mann berechtigt? Fragen über Fragen.
In meinem Werdegang zum Verkaufscoach und Trainer, kann ich dir nur empfehlen, dass du dir deine Stärken bewusst werden solltest. Ich wusste schon von Anfang an, dass ich es liebe auf der Bühne zu stehen. Ich holte mein Notizbuch raus und fing an meine Gedanken niederzuschreiben. CHARISMA. Ich lebe nach diesem Motto: „ was du ausstrahlst, ziehst du an!“. Das möchte ich dir heute gerne etwas näher erklären.


Wie ich eben schon erwähnt habe, ist es sehr wichtig sich über seine eigenen Stärken Gedanken zu machen. Mir persönlich hat Sport sehr geholfen und es hilft mir immer noch eine gute Körperhaltung  und Disziplin/Ausdauer zu pflegen. Du kannst damit sogar deine Stimmung positiv beeinflussen. Wenn du mit einer selbstbewussten Haltung den Raum betrittst, wirst du automatische positive Energie ausstrahlen.


Mein Weg dahin war kein Spaziergang, auch ich war vor Beginn meiner Karriere oft am Jammern. Erst mit einigen Anläufen verstand ich, dass ich Rückschläge nutzen sollte, um sie für meine persönliche Weiterentwicklung bewusst zu nutzen. Ich ließ mein Selbstbewusstsein nie von Ängsten blockieren. Stattdessen habe ich mich sehr viel mit mir selbst beschäftigt, in mich gehorcht und bin stets über meine Grenzen hinausgewachsen. Ich war noch nie wirklich schüchtern, aber viele meiner Teilnehmer gestanden, dass ihre Schüchternheit sie oft in einem Teich voller Hemmungen und Verschlossenheit warf. Versuche mehr auf deine Mitmenschen zuzugehen, indem du beispielsweise Menschen nach dem Weg fragst oder dich im Supermarkt nach einem bestimmten Produkt erkundigst. Es ist eine kleine Übung, in der du dann bald unbefangener und sicherer mit deinen Mitmenschen umgehen kannst. Ich spreche aus Erfahrung: je geringer die Angst ist, einen Fehler zu machen, umso mehr Selbstvertrauen gewinnst du und strahlst du aus.

Ein Sonnenstrahl machte sich auf mein Notizblock breit und ich sah, wie sich die grauen Wolken so langsam verzogen. Ich schloss mein fast volles Notizbuch. So langsam muss ein neues her, dachte ich mir. Ich entschloss diesen Moment ebenfalls für einen Spaziergang zu nutzen. Ich aß noch schnell den Keks, der mir mit dem Espresso gebracht worden ist und erinnerte mich an frühere Zeiten, wo ich meine Tage damit verbracht habe, an mir selbst zu arbeiten, um der zu werden, der ich heute bin. Freundlich verabschiedete ich mich vom Kellner und als ich vor der Tür stand, atmete ich tief ein. Die Luft roch frisch und mein Kopf war frei. Ich marschierte los.
 

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