Feedback ist wichtig, um über sich selbst hinauszuwachsen

Feedback bringt nicht nur das Unternehmen weiter, sondern es bietet ebenfalls den Mitarbeitern eine einzigartige Chance zur (persönlichen) Weiterentwicklung und steigert deren Produktivität. Warum ist Feedback so wichtig? Erfahre mehr in diesem Blogbeitrag. Viel Spaß beim Lesen!

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Erstellt von Marc Galal
 |  2019-08-13T09:46:18+0200 Marc Galal GmbHMarc Galal

Sabine, eine Personalerin in einem 5-Sterne Hotel, suchte seit Längerem nach einer neuen passenden Besetzung für die Stelle als Empfangsdame oder Empfangsherr. Es gingen zahlreiche Bewerbungen ein, doch keiner entsprach dem gesuchten Profil.  Die Suche blieb erfolglos und Sabine musste parallel auch die Aufgaben an der Rezeption mit übernehmen. Irgendwann trudelte eine Bewerbung von einem jungen Mann namens David ein. Sein Profil sah vielversprechend aus, jedoch kam er gerade frisch aus der Ausbildung und Sabine hatte ihre Bedenken. „Wie soll so ein junger Bub nur alles managen? Ach, ich lade ihn einfach mal ein. Mir rennt die Zeit davon und vielleicht hat er ein schnelles Auffassungsvermögen. Ich habe ja nichts zu verlieren“, murmelte sie, während sie seine Bewerbungsunterlagen durchblätterte.

Ein paar Tage später saß der junge Mann Sabine entspannt gegenüber. David hat sich regelrecht in Schale geworfen und er wirkte deutlich älter, als er eigentlich war. „So, David, ist es in Ordnung, wenn wir uns duzen?“, fragte Sabine. „Aber selbstverständlich. Das freut mich sogar“, erwiderte David mit einem perfekten Zahnpastalächeln. Das Bewerbungsgespräch verlief sehr gut. Beide waren sich auf Anhieb sympathisch und konnten sich eine Zusammenarbeit sehr gut vorstellen. „Also, ich würde vorschlagen, du absolvierst erstmal ein dreitägiges Probearbeiten bei uns, machst dich mit allem vertraut und am letzten Tag können wir ja schauen, ob du wirklich zu uns passt und wir zu dir. Bist du damit einverstanden?“, fragte ihn Sabine. „Das hört sich toll an. Ich werde mein Bestes geben. Also, beginne ich am Montag?“, entgegnete David. „Wunderbar! Ja, von Montag bis Mittwoch. Arbeitskleidung bekommst du von uns gestellt. Also, dann verbleiben wir erstmal so und ich wünsche dir noch einen schönen Tag. Erhole dich gut“, sagte Sabine lachend während sie David zur Tür hinausbegleitete.

Am Montag war es so weit. David sah in seinem schwarzen Anzug sehr vorzeigbar aus. Er strahlte eine Selbstsicherheit aus, die Sabine direkt ein zuversichtliches Gefühl gab. An seinem ersten Tag wurde David regelrecht ins kalte Wasser geworfen, doch Sabine stand ihm mit Rat und Tat zur Seite. Wenig später traf ein verärgerter Gast ein: „Wie ist das möglich, dass sie das Frühstücksbuffet nur bis 9 Uhr aufhaben? Was kann ich dafür? Ich bin gestern recht spät von einer Dienstreise heimgekommen. Soll ich jetzt etwa hungern?“, maulte er David an. David war bewusst, dass der Ton des Gastes seinem Hunger geschuldet war und bevor er ihn zu verspeisen drohte, sagte David gelassen: „Herr Thomson, ich kann Ihren Unmut verstehen. Mir würde es da nicht anders gehen. Bei Essen kenne ich kein Pardon. Ich möchte Ihnen gerne ein Frühstück auf Ihr Zimmer bringen lassen. Was hätten Sie denn gerne?“. Der Mundwinkel des Gastes schenkte David sofort ein dankbares Lächeln und Sabine, die das Geschehen aus dem Augenwinkel beobachtet hatte, war sehr beeindruckt von Davids Lösungsorientiertem handeln.

An Davids letzten Arbeitsprobetag wurde er anschließend in Sabines Büro gebeten. „Und wie ist es dir so bei uns ergangen?“, fragte sie mit einem warmen Lächeln. „Sehr gut. Ich verstehe mich super mit den Leuten und auch sonst gefällt es mir sehr gut. Genauso habe ich es mir vorgestellt“, gab David als Antwort zurück. „Super! Dann würde ich sagen: willkommen bei uns im Team! Hier hast du deinen Arbeitsvertrag. Lese ihn dir bitte in aller Ruhe durch und bringe ihn dann an deinem ersten Arbeitstag mit“, verkündigte sie voller Begeisterung.

An seinem ersten Arbeitstag war David mehr oder weniger auf sich alleine gestellt. Sabine hat sich nun ihren eigentlichen Aufgaben gewidmet. Was David am Anfang als Freiheit empfand, wandte sich schleunigst in Zweifel um. „Wie soll ich denn Wissen, ob diese Vorgehensweise in Ordnung ist und hier gibt es weit und breit niemanden, den ich fragen könnte. Egal, ich mache es einfach“. Es vergingen Tage und Wochen. David hat sich schon sehr gut eingearbeitet, aber er wusste nie, ob seine Chefin mit ihm zufrieden war. Tat er was Gutes, kam nie ein Lob. Gegen Feierabend in der Umkleidekabine: „Ich bin nicht mehr in der Schule. Ich denke, ich muss diese Erwartungen herunterschrauben, ansonsten zieht mich das nur runter“, grübelte er vor sich hin, während er seine Krawatte vom Hals zog.
An einem Wochenende traf sich David endlich wieder mit seinem besten Kumpel. „Hey, du Empfangsherr! Hast mich wohl vergessen, du Gauner“, scherzte sein Freund während sie sich auf den Rücken klatschend begrüßten. „Erzähl, wie läuft es so? Bist du zufrieden?“, löcherte er David mit Fragen.

„Nun ja, eigentlich schon. Vielleicht ist es ein wenig zu früh, aber ich bekomme kein Feedback zu meiner Arbeit. Im Grunde bin ich frei und kann machen, was und wie ich es für richtig halte. Dennoch wünschte ich mir ein wenig Rückmeldung und …was ist das Wort? Oh Gott es fällt mir gerade nicht ein“, ärgerte sich David. 

„Meinst du vielleicht Wertschätzung?“, sagte sein Freund mit einer angehobenen Augenbraue. „Verdammt ja, wie konnte ich das vergessen. Ja, wir Menschen performen doch am besten, wenn wir Feedback bekommen. Ich verstehe einfach nicht, wieso man daran spart. Ich will mich verbessern, mehr Aufgaben übernehmen und mich persönlich weiterentwickeln“, sagte David, als er frustriert nach Luft schnappte. „Oh je, das belastet dich ja immens. Ich verstehe dich da vollkommen. Erlebe gerade dasselbe. Ich habe deswegen auch nächste Woche um einen Termin bei meinem Chef gebeten. Wenn er nicht von selbst auf mich zukommt, suche ich halt den Kontakt. Vielleicht solltest du es auch versuchen“, empfahl Davids Freund.

Eine neue Woche brach an und David entschloss sich, ein Gespräch mit seiner Chefin zu suchen. „Vielen Dank, dass du dir Zeit für mich genommen hast. Ich wollte einfach mal wissen, ob meine bisherigen Leistungen zu deiner Zufriedenheit sehen oder ob es was zu bemängeln gibt“, sagte David etwas verlegen daher. 
„Oh David, gut, dass du auf mich zukommst. Ich hatte die letzten Wochen viel zu tun und du hast mich enorm entlastet und das als Berufseinsteiger. Ich bin sehr beeindruckt von deinem Können. Was mir nur aufgefallen ist …deine Französischkenntnisse benötigen ein wenig Auffrischung. Ich möchte dir deshalb gerne eine siebentägige Weiterbildung anbieten, und zwar in Paris. Wir würden die ganzen Kosten dafür übernehmen. Was sagst du dazu?“, entgegnete ihn Sabine mit einem warmen Lächeln. 
„Oh ja, das hört sich sehr gut an. Danke! Das schätze ich sehr“, erwiderte David und strahlte pure Zufriedenheit aus.

Fazit: Feedback zu erhalten ist für uns Menschen ein Grundbedürfnis. Schon von klein auf bekommen wir gesagt, was wir gut machen und wo wir noch etwas Übung benötigen. Auch in der Arbeitswelt ist dies unabdingbar. Eine Rückmeldung in einem Unternehmen sorgt dafür, dass du Selbstreflexionsprozesse anstößt und eine Optimierung deines Vorgehens oder Verhaltens erreichst. Deshalb suche nicht nur nach Lob und Anerkennung. Auch eine konstruktive Kritik kann dich meilenweit voranbringen. Traue dich danach zu fragen, denn keiner kann deine Gedanken lesen.

Heute würde ich gerne von dir wissen: Bestehst du auf regelmäßiges Feedback?

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