2019 September 25

Ernte Deine eigenen Lorbeeren!

Ich erinnere mich an Mitschüler aus meiner Schulzeit, die ihren Arm schützend vor ihr Heft oder Klassenarbeit gelegt haben, damit andere bloß nicht abschreiben. In der Arbeitswelt ist es später nicht anders: „Sag Ihnen bloß nichts, sonst verkaufen sie Deine Idee als ihre.“ Dieses Verhalten kann ich in meiner Branche sehr gut beobachten.

 

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2019 September 25
2019-09-30T10:14:01+0200 Marc Galal GmbHMarc Galal

Dabei entfaltet Wissen einen größeren Nutzen, wenn  Du es an wissbegierige Menschen weitergibt. Und deshalb mach ich das auch sehr gerne! Täglich liefere ich sowohl online als auch gedruckt neue Inhalte, um zahlreichen Menschen zu mehr Selbstbewusstsein, einer unternehmerischen Vision, mehr Selbstwertgefühl und mehr Erfolg zu verhelfen. Ich möchte, dass Menschen ihre Glaubenssätze ins Positive ändern. Genau deshalb bin ich Mentor – aus Überzeugung. 
 

Was ich täglich als meine Arbeit praktiziere, ist allerdings das Ergebnis jahrelangen Trainings und viel Erfahrung im Umgang mit Menschen sowie als Unternehmer. Immer wieder gibt es Leute, die bspw. Methoden des NLP anwenden und sich als Coaches präsentieren, ohne über die notwendigen Vorkenntnisse oder einen zertifizierten Lehrgang zu verfügen. Mein heutiger Blogbeitrag nimmt die folgende Thematik in Angriff: „Das Wissen-Nehmen statt Stehlen“.

Wie es sich anfühlt, wenn Du Wissen weitergibst, das dann missbräuchlich eingesetzt wird, erkläre ich dir anhand einer kleinen Geschichte. Sven, ein kreativer junger Mann, hat in der Universität mal wieder eine Gruppenarbeit. Während die anderen Studenten laut ihre Gedanken äußern, sitzt Sven stillschweigend daneben. Schmunzelnd denkt er sich: „Die haben doch alle keinen Plan. Ich habe schon längst eine gute Idee. Die spar' ich mir für meine Einzelarbeit auf.“ 
Im Prozess des Brainstormings lässt sich Sven von den Ideen seiner Kommilitonen inspirieren und notiert sich alles. Er nutzt die offene Kommunikation, um an der Idee für seine Einzelarbeit zu feilen. Sven, der kleine Egoist, interessiert sich nur für seine eigenen Ziele. Nach ein paar Wochen stellten die Studenten das vollendete Werk ihrer Dozentin vor. Als sie mit der Präsentation der Gruppenarbeit fertig waren, war das Ergebnis eher ernüchternd.

„Ihr seid doch sonst so innovativ. Für eure Einzelarbeit appelliere ich nochmal an eure Kreativität. Nehmt diese Chance auf jeden Fall wahr!“, empfahl die Dozentin. Mit gesenktem Kopf verließen Sven und seine Kommilitonen das Hörsaalgebäude. „Ach, wie soll ich das nur hinkriegen? Meine Endnote steht auf dem Spiel. Egal, lasst uns was essen gehen. Sven, kommst du mit?“, fragte Tim, einer der Kommilitonen. „Ähm, nein, danke. Ich habe keine Zeit. Bis morgen!“, wimmelte Sven ganz hektisch ab.

Zu Hause angekommen, machte Sven sich direkt an die Arbeit. Er kramte seine Notizen raus, die er mithilfe seiner Kommilitonen erstellt hatte, und nutzte diese als Basis für seine Einzelarbeit. In weniger als zwei Tagen war er fertig.
Am Tag der Präsentation liefen die Vorträge sehr durchschnittlich – bis auf die von Sven. Seine Themenauswahl erntete hohes Lob, nur mit der Ausarbeitung war die Dozentin nicht zufrieden. „Also, das Thema ist wunderbar, aber es wurde sehr oberflächlich behandelt. Ich habe deutlich mehr Tiefe erwartet“, gab die Dozentin Sven als Feedback zurück. „An manchen Stellen hast Du wichtige Punkte einfach übersehen“, ergänzte sie. Überrascht vom eher verhaltenen Feedback stand Sven da, wie ein Fragezeichen. Sven hatte zwar die Gedanken seiner Kommilitonen kopiert, aber übersehen, wie sie auf ihre Ideen gekommen waren. Mit unverdautem Wissen bewaffnet, war er nicht in der Lage, das notwendige zu leisten. 

„War … ist das nicht Deine Idee, Tim? Hat Sven nicht gesagt sie sei zu vage? Wieso nutzt er diese Idee? Die hätten wir für unsere Gruppenarbeit nutzen können und jetzt erntet er dafür die Lorbeeren? Aber anscheinend hat er keine Ahnung wie tiefgründig das Thema eigentlich ist!“, flüsterte eine Kommilitonin Tim zu. Im Anschluss seiner Präsentation stellte sich  Sven  leicht verunsichert der Fragerunde. Sven, der sonst so selbstbewusst rüberkam, wurde nun von den Fragen sichtbar verunsichert. Zwar hatte er auf jede Frage eine Antwort parat – aber wer sich auskannte, ließ sich nicht blenden. So auch die Dozentin: „Ich glaube, wir beenden die Fragerunde jetzt“, sagte sie, als sie merkte, dass Sven nicht zu mehr in der Lage war. 

Die ehemaligen Gruppenmitglieder entschlossen sich, Sven zur Rede zur stellen. „Was? Ich und klauen? Das ist euer Wunschdenken! Das war doch alles meine Idee“, gab Sven triumphierend als Antwort. Leider konnten sie dagegen tatsächlich nichts unternehmen. Er hat niemandem physisches Leid zu gefügt, jedoch war seine Illoyalität seinen Teammitgliedern gegenüber schmerzhaft genug. Es hinterließ einen bitteren Nachgeschmack. Und wenn sowas passiert, bleiben den meisten betroffenen Menschen leider die Hände gebunden.

Wenn Dir jemand bewusst Deine Idee stiehlt und sie als seine eigene ausgibt, ist das bitter. Nichtsdestotrotz, empfehle ich Dir folgendes: Wenn Du Deine Ideen für Dich behältst, lebst Du irgendwann nur noch von Deinen Reserven. Wer sein Wissen teilt, erweitert seinen Horizont und kann leichter an sich arbeiten. Also, halte Deine Ideen nicht zurück und wachse über Dich hinaus. 

Heute möchte ich von Dir wissen: Welche Erfahrungen hast Du mit intellektuellem Diebstahl bisher gemacht?
 

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