Marc Galal, einer der besten Verkaufstrainer in Europa

Erfolg: Chaos vs. Ordnung

Marc Galal

„Das Genie beherrscht das Chaos“, so heißt es jedenfalls. Doch stimmt es oder ist es doch besser, alles feinsäuberlich zu ordnen, um erfolgreicher zu werden?

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Erfolg: Die Ordnungsfans und die Chaoten


Du hast mindestens eine Person im Büro, die einen unaufgeräumten, chaotischen Schreibtisch hat. Auf einem wichtigen Dokument steht noch der Teller vom Mittagessen, Mailings tapezieren den restlichen Schreibtisch und zwischen den Papierbergen befindet sich noch ein Computerbildschirm mit zig Post-Its in krakeliger Handschrift. 
Und trotz all dessen ist der Kollege äußerst erfolgreich. Oder ist er es vielleicht gerade deswegen?

Andere Kollegen wiederum richten ihre Notizblätter rechtwinklig zur Tischkante aus und sortieren alles feinsäuberlich. Fragst du sie nach irgendeinem Aktenordner oder einem Dokument, dann stehen sie selbstverständlich mit Rat und Tat zur Seite und greifen auf die gutsortierte Ablage zurück.

Beide „Typen“ gibt es und doch ist es interessant, wieso es solche Extreme gibt und wie du selbst davon profitieren kannst. Vielleicht gehörst du zur Sorte „unordentlich“ und bist genervt von deinen Mitarbeitern und dem Argument, dass nur das wahre Genie das Chaos beherrscht.
Oder gehörst du zu denjenigen, die Ordnung lieben und alles systematisieren und genau darin den Erfolg sehen?


Erfolg: Jeder Erfolg folgt Systemen

Wer erfolgreich sein will, ganz gleich in welchem Bereich das ist, sollte stets einen Plan haben, wie er vorgehen will und welches Produkt, welche Dienstleistung er anbieten möchte, zum Beispiel mit der SMART Methode. Daran führt kein Weg vorbei. 
Erfolg kommt immer durch das richtige Mindset, dadurch, dass du Chancen erkennst und ergreifst und damit verbunden, dass du für dich selbst einen Plan entwirfst, unabhängig davon, ob du das Chaos oder die Ordnung bevorzugst.  
Menschen, die Ordnung als eines der obersten Prinzipien hochhalten, können deutlich besser mit Problemen aus der Vergangenheit umgehen. Während sich Künstler vielmehr emotional hineinsteigern, es für ihre Kunst nutzen und es so Stück für Stück verarbeiten, durchleuchten „Logiker“ diese Probleme. Nach dieser Analyse wird es gedanklich abgeheftet und zu den anderen Dingen im Gedächtnis gelegt. 
Dasselbe Prinzip erkennst du bei logischen Menschen auf der Arbeit. Jeder Arbeitsschritt ist durchgetaktet und die Ergebnisse werden archiviert, um so im Ernstfall schnell Zugriff darauf zu haben.


Erfolg: Der Erfolg beginnt mit deinem Bett!

Du kannst mich jetzt für verrückt erklären und ich musste selbst zunächst auch darüber lächeln, als ich es gelesen habe, jedoch habe ich dann darüber nachgedacht und der Wirkungsgrad dahinter ist sehr logisch:
Eine der wichtigsten Angewohnheiten, welche logische -und viele erfolgreiche -Menschen haben: Sie machen morgens das Bett. Das ist ihre erste Tätigkeit und es ist mittlerweile sogar wissenschaftlich erwiesen, dass Personen, die morgens ihr Bett machen, deutlich besser und erfolgreicher abschneiden, was den Umgang mit Geld angeht. 

Dahinter steckt schlicht und ergreifend Disziplin und Sorgsamkeit. Überwindest du den allmorgendlichen Trott und kümmerst dich sofort darum, eine grundlegende Harmonie zu erzeugen und ritualisierst einige Dinge, so überträgt sich dies auf den restlichen Tag und es gelingt dir, dir Erfolgsgewohnheiten gegen den Alltagsfrust anzugewöhnen.  
Das heißt im Umkehrschluss für dich: Mache morgens dein Bett, damit strukturierst du einen wesentlichen Teil deines Lebens und deines Alltags. Du begehst sofort einen Schritt in Richtung Erledigung der Aufgaben und setzt dich mit dem Tag auseinander. 
Denn, wer damit beginnt, bereits morgens für Ordnung zu sorgen, der gewöhnt sich weitere Rituale an. Diesen Mustern folgt er dann tagtäglich, spart Zeit und legt immer weitere Grundsteine für den privaten und beruflichen Erfolg.


Erfolg: Das kreative Chaos

Jedoch ist nicht jeder ein absoluter Ordnungsfanatiker und betrachtet man einmal das Atelier eines Künstlers, so liegen dort Farbtuben herum, Staffeleien und Gemälde sind scheinbar wirr im Raum verteilt. Und genau so kannst du dir das Hirn und die Denkweise von kreativen und chaotischen Persönlichkeiten vorstellen. 

Chaotiker sind zumeist sehr kreative Persönlichkeiten, deren rechte Hirnhälfte dominiert. Während derzeitig noch gesellschaftlich die Ordnungsliebenden geschätzt werden, geht der Trend momentan dazu hin, die assoziativen Fähigkeiten der Kreativen stärker zu fördern und zu nutzen. So fanden Wissenschaftler zum Beispiel folgendes heraus:
Menschen, die zu Chaos und zu Stapeln im Büro neigen, erledigen genauso gut die Aufgaben, wie ihre Pendanten (vielleicht nicht genauso pünktlich) der Ordnungswelt. Denn durch die Stapel werden die wichtigen Dinge immer oben liegen, während sich die unwichtigen Aufgaben weiter nach unten verabschieden und so zum Teil selbst lösen. 
Aber wäre es nicht wunderbar, wenn du sowohl die Fähigkeiten der chaotischen, als auch der ordentlichen Menschen dir zu eigen machen könntest?
Ich gebe dir 5 Tipps, wie du sie kombinierst.


Erfolg: 5 Tipps Chaos und Ordnung zum Erfolg zu führen

1. Ordne Dingen feste Plätze zu

Was ordentliche Menschen sowieso schon tun, sollten sich Chaoten in Maßen auch angewöhnen. 
Gerade in solchen prekären Fällen, wie zum Beispiel wichtigen Dokumenten, Arbeitsmaterialien, die du nicht tagtäglich brauchst, gewöhne dir an, einen bestimmten Platz oder Ort dafür zu suchen. Somit hast du die wichtigsten Tools immer sofort griffbereit und kannst darauf zugreifen. 


2. Streiche „Planen“ aus deinem Wortschatz!

Besonders bei kreativen Menschen kommt das Wort „planen“ überhaupt nicht gut an, denn damit verbunden ist ein Zwang, sich detaillgenau mit einer Aufgabe befassen zu müssen. 
„Planen“ bedeutet jedoch auch für alle anderen Menschen Stress. Nutze stattdessen lieber das Wort „konzipieren“. Der Grund hierfür ist einfach: Wenn du etwas konzipierst, planst du natürlich auch, aber wesentlich freier und ungezwungener. Teste es und konzipiere von nun an und streiche planen aus deinem Wortschatz!


3. Nutze ungewöhnliche Fakten und Daten

Meeting um 12 Uhr, Abendessen Punkt 19 Uhr. Wir sind alle auf feste Zeiten getrimmt und es gibt uns ein grundsätzliches Bedürfnis von Sicherheit. Gerade bei kreativen Menschen zeigt sich jedoch, dass zum Beispiel – anstatt 19.00 Uhr – die Uhrzeit 19.03 Uhr besser ankommt. Sie ist außergewöhnlich und die 3 Minuten „extra“ entspannen einen unterbewusst. Zudem kannst du dir die Zahl dann besser merken. 


4. Räume nach der Arbeit auf!

Ganz gleich ob logisch denkend oder chaotisch: Ab und zu sollte die Wohnung und der Arbeitsplatz aufgeräumt werden, damit du entweder neues Chaos stiften und daraus Inspiration ziehen kannst oder einfach aufgrund der Hygiene. 
Lege dir feste Zeiten zu und räume auf, danach gönne dir eine kleine Belohnung, damit wird die lästige Pflicht schnell zu einem Kinderspiel.


5. Nutze verschiedene Plätze

Google macht es mit dem Google-Komplex vor und auch schon Walt Disney hat sich dieser Technik bedient. Auch wer logische oder routinierte Aufgaben zu erledigen hat, sollte sich immer wieder einmal neue Impulse von außerhalb holen. 
Somit entstresst du dein Hirn und schaffst es zugleich, dir neue Inspirationen zu holen. Dabei stärkst du sogar noch deine Flexibilität auf spielerische Weise. Dein Hirn stellt sich nämlich immer wieder auf neue Situationen ein und lernt damit auf spielerische Weise, das Veränderungen nichts Schlechtes sind, sondern Chancen bieten. 

Erfolgsregeln

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