Mit dem Fokus ist es so eine Sache. Er ist unglaublich wichtig, denn er hilft einem dabei, sich auf das zu konzentrieren, was man erreichen möchte. Man konzentriert sich sozusagen auf eine spezifische Sache und arbeitet konsequent darauf hin. Je fokussierter man ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass man sein Ziel auch erreicht.

Und wo ist der Haken?

Vorweg, ich finde Fokussierung toll. Ich glaube daran, dass sie einem hilft, seine Ziele zu erreichen. Man lässt sich nicht ablenken, ist gedanklich nicht bei drei verschiedenen Sachen, sondern arbeitet systematisch an der Erreichung eines Ziels. Ist das erreicht, dann kann man sich auf das nächste Projekt und das nächste Ziel stürzen. Doch was ist, wenn man den falschen Fokus hat? Laufen wir dann nicht dem falschen Pferd hinterher?

Erfolgreicher Mann ruht sich an Luxus-Auto gelehnt aus

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Ohne Denken geht es nicht

Vor der Fokussierung steht die Entscheidung. Wenn ich bewusst entscheide: „Nächstes Jahr will ich mit meiner Firma einen Jahresumsatz von 1,7 Mio. Euro machen“, dann muss ich nur noch herunterbrechen, was monatlich erwirtschaftet werden muss, um das Jahresziel zu erreichen. Und natürlich muss jeden Tag hart dafür gearbeitet werden. Ein Fokus ist jedoch keine Einbahnstraße, Fokussierung funktioniert auch andersrum.

„Das mit dem Auftrag, das wird nichts.“

„Der ganzen Branche geht es schlecht.“

„Die Konkurrenz ist immer billiger als wir.“

„Das ist nicht gerade meine Stärke“.

Wenn ich mich auf ein Problem konzentriere, dann bündele ich meine Energie darauf. Ich fokussiere mich auf etwas Negatives, statt nach einem Ausweg oder einer Lösung zu suchen. Um eine gute Fokussierung zu erreichen, muss man sich also stets die folgende Frage stellen.

Was will ich denn eigentlich genau erreichen?

Es hilft nicht, sich zu fragen, was man nicht will. Diese rückwärts gerichtete Frage führt nämlich nur zu einer Problem-Fokussierung und ist nicht zielführend. Ein Beispiel:

„Ich möchte einen Porsche fahren.“

„Ich möchte auf keinen Fall Trabbi fahren.“

Was sehen Sie vor Ihrem geistigen Auge, wenn Sie die erste Aussage lesen und was sehen Sie, wenn Sie die zweite Aussage lesen? Aha, und jetzt denken Sie noch einmal über Ihren Fokus nach. In der nächsten Woche geht es hier übrigens um Affirmationen.

 

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