Affirmationen erleichtern unser Leben. Wieso? Weil wir mit ihrer Hilfe unsere Gedanken nach und nach umprogrammieren und leichter und effektiver arbeiten, unsere Ziele erreichen und Erfolge feiern. Doch wie geht das mit den Affirmationen?

Richtig oder falsch

Immer wieder höre ich von Seminarteilnehmern: „Das mit den Affirmationen, das funktioniert nicht.“ Ich bohre dann immer nach, wie die Formulierungen ganz präzise waren und höre dann häufig, dass sie gar nicht funktionieren konnten. Deswegen wollen wir heute einmal die beiden häufigsten Fehler bei Affirmationen beleuchten.

Marc M. Galal vor tausenden Seminarbesuchern

© Team Uwe Nölke

  1. Affirmationen, die andere Menschen betreffen

Natürlich können Sie sich wünschen, dass Ihre Lebensgefährtin Sie mehr liebt, doch das erreichen Sie nicht mit Hilfe einer Affirmation. Daher kann die Affirmation nicht lauten: „Mein Freundin soll mich mehr lieben.“ Genauso wenig kann eine Affirmation lauten: „Mein Chef wird netter zu mir sein.“ Eine Affirmation betrifft immer die eigene Person und ermöglicht uns, unser eigenes Verhalten und unseren Umgang mit Menschen und Herausforderungen zu ändern. Daher sollten die oben genannten Affirmationen wie folgt lauten:

„ICH liebe meine Lebensgefährtin und freue mich Tag für Tag mehr an meiner Beziehung.“

„ICH komme jeden Tag ein bisschen besser mit meinem Chef aus, unabhängig davon, was er zu mir sagt oder wie er sich verhält.“

  1. Der Glaube an sich selbst

Der zweite Grund, warum Affirmationen häufig nicht funktionieren, liegt darin, dass wir uns selbst nicht glauben. Lautet die Affirmation: „Ich bin selbstbewusst“, während ich mich überhaupt nicht so fühle, dann funktioniert sie nicht. Wir sträuben uns gegen die vermeintliche „Unwahrheit“ und boykottieren den Erfolg. Also müssen wir eine Formulierung finden, die für uns funktioniert.

„Ich traue mir jeden Tag ein bisschen mehr zu und fühle mich nach und nach immer selbstbewusster.“

„Ich schaffe es jeden Tag besser, für mich einzustehen.“

Affirmationen müssen reifen. Sie entwickeln sich und es braucht eine Weile, bis sich die Veränderungen zeigen. Es ist ein bisschen so wie mit einem der frühen Internet-Modems. Erinnern Sie sich? Sie piepten und brauchten gefühlt Stunden, bis die Verbindung hergestellt wurde. Seien Sie also geduldig. Bleiben Sie am Ball und fühlen Sie in sich hinein, ob sich Ihre Affirmationen für Sie gut und richtig anfühlen. Dann funktionieren sie auch, versprochen.

In der nächsten Woche geht es hier übrigens um den Fluch der Perfektion, bleiben Sie neugierig!

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