Die Zeiten, in denen die Sklaven auf der Galeere saßen und buchstäblich um ihr Leben ruderten sind lange vorbei. Und doch ähnelt unsere moderne und schnelle Zeit manchmal einer Art freiwilligen Sklaverei, in die wir alle uns selbst begeben. Sie finden das provokant? Das soll auch so sein, denn wir arbeiten damit nicht für, sondern gegen uns.

Wer Erfolg haben will, der muss die Akkus von Zeit zu Zeit aufladen

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Ich bin dann mal weg

Drei Wochen Sommerurlaub. Das kann sich doch niemand mehr leisten, wenn er nicht jeden Morgen mindestens eine Stunde arbeitet. Und so sitzen wir in Frankreich, auf den Malediven oder an der Ostsee mit dem Laptop auf den nicht gebräunten Knien und checken nur mal eben schnell die Mails. Gut, ein paar Anrufe erledigen wir auch noch und natürlich auch die eine oder andere Skype-Konferenz, aber trotzdem sind wir ja im Urlaub. Das kommt Ihnen bekannt vor? Dann fragen Sie sich einmal, was wirklich passieren würde, wenn Sie drei Wochen einmal nicht erreichbar sind. Würde alles zusammenbrechen? Gäbe es keine Erfolge mehr zu feiern? Würden die Mitarbeiter nicht weiter alles dafür geben, dass alles weiter erfolgreich läuft? Oder ginge es vielleicht auch ohne Sie?

Vereinbaren Sie ein Code-Wort

Natürlich gibt es auch Ausnahmen, doch wer vor seinem Urlaub konsequent kommuniziert, dass er keinen Zugriff auf seine Mails hat, der kriegt auch keine. In absoluten Ausnahmefällen kann ihre Sekretärin eine Notfall-Mail weiterleiten, versehen mit einem Betreff, den Sie vorher ausgemacht haben und der ihnen auf einen Blick zeigt, dass Sie diese Mail ansehen müssen. Wer jedoch sagt, dass er Zugriff auf seine Mails hat, der arbeitet den ganzen Urlaub. Vielleicht ist der Blick schöner als vom Büro aus, aber arbeiten tut er trotzdem.

Akku leer?

Ist der Akku leer, dann sind Sie dafür verantwortlich, ihn wieder aufzutanken. Niemand anderes wird das für Sie tun. Doch es gibt einen Haken. Wer beruflich leistungsorientiert ist und viel und hart arbeitet, der wird dieses Phänomen auch auf sein Privatleben übertragen. Er geht z. B. nicht einfach nur joggen, er läuft gleich einen Marathon. Er geht nicht einfach nur wandern, er geht in der Steilwand klettern; und zwar ohne Gurt. So funktioniert Entspannung jedoch nicht. Es gilt, den Druck rauszunehmen und nicht vom beruflichen Stress in den privaten Stress zu stolpern. Gehen Sie es locker an…

In der nächsten Woche geht es hier um Führung und darum, wie man sich selbst und die Mitglieder seines Teams zu Höchstleistungen anspornt.

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